APA-OTS Politikportalanalyse: Die neue Regierung steht

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (05. bis 11. Jänner 2007) belegt Bundeskanzler Alfred Gusenbauer Rang eins. Der nunmehrige ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel nimmt den zweiten Platz ein, gefolgt von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser auf dem dritten Platz.

Jetzt ist es fix. Nach 99 Tagen zäher Koalitionsverhandlungen steht die neue Regierung von SPÖ und ÖVP. Alfred Gusenbauer ist der neue, zehnte österreichische Bundeskanzler, Wilhelm Molterer sein Vize und Finanzminister. Die Regierung setzt sich aus 14 Ministern und sechs Staatssekretären zusammen. Die SPÖ und ÖVP stellen gleich viele Ämter. Am Donnerstag wurde die Regierung von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt. Die ÖVP hält nun die Ressorts für Finanzen, Inneres, Äußeres, Landwirtschaft und Umwelt, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit sowie Gesundheit und Familie. Die SPÖ belegt die Ministerien für Soziales, Landesverteidigung, Frauen, Justiz, Unterricht und Kultur sowie Infrastruktur und Forschung.
Der neue Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nimmt in dieser Untersuchungswoche mit 2097 Nennungen klar die Spitze des Rankings ein. Neben dem Hauptereignis - Regierungsbildung und Angelobung -stand Gusenbauer aufgrund der massiven parteiinternen Kritik im Rampenlicht der Medien. Der SPÖ-Chef musste das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen, die Ressortverteilung und sein Umschwenken in punkto Studiengebühren verteidigen.
Den zweiten Rang nimmt mit 1466 Nennungen der nunmehrige ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel ein. Die Spekulationen in den Medien um die Vergabe der Ministerien in der neuen Regierung betrafen auch den ehemaligen Bundeskanzler. Schüssel wurde als Finanzminister gehandelt, aber auch sein Abtritt aus der Politik wurde diskutiert. Nach der VP-Vorstandssitzung verkündete Wolfgang Schüssel schließlich die Zepterübergabe an Molterer und seinen Rückzug in den VP-Parlamentsklub.
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser folgt mit 1086 Nennungen auf Rang drei. Nach langem Tauziehen und Rätselraten um seine Zukunft zieht sich Grasser nun aus der Politik zurück und wechselt in die Privatwirtschaft.

Unter den ersten Fünf des Rankings sind diese Woche weiters der neue Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer (Rang vier, 605 Nennungen) sowie die verstorbene Innenministerin Liese Prokop (Rang fünf, 562 Nennungen).

In das Top-30 Politikerranking sind unter anderem neu eingestiegen: Landwirtschaftsminister Josef Pröll (Rang zehn, 194 Nennungen, Angelobung), der neue Sozialminister Erwin Buchinger (Rang zwölf, 188 Nennungen), die neu angelobte Unterrichtsministerin Claudia Schmied (Rang 13, 172 Nennungen), Steiermarks Landeshauptmann Franz Voves (Rang 14, 163 Nennungen, Kritik an Gusenbauer), Wissenschaftsminister Johannes Hahn (Rang 21, 128 Nennungen) und Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (Rang 30, 99 Nennungen).

Die SPÖ stellt in dieser Woche 13 PolitikerInnen im Top-30 Ranking. Die ÖVP positioniert sich mit zwölf VertreterInnen, gefolgt vom BZÖ mit zwei Akteuren. Die FPÖ und Grünen sind mit keinem Politiker vertreten. Weiters finden sich im Ranking: die parteilosen Politiker Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Bundespräsident Heinz Fischer (Rang 17, 136 Nennungen) sowie WKÖ-Präsident Christoph Leitl (Rang 24, 115 Nennungen).

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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