SkilehrerInnen mit Russischkenntnissen gefragt, aber nicht vorhanden

Es geht um mehr als reine Wissensvermittlung

Wien (KMSfB/ÖGB) - Die Medien berichteten in den vergangenen Tagen über massive Zuwachsraten bei Wintertouristen aus Russland und der Ukraine. Der Skiunterricht wird mangels notwendiger Sprachkenntnisse immer öfter nicht mehr von heimischen SkilehrerInnen erteilt. Alleine in Tirol wurden in der vergangenen Saison 79 Beschäftigungsbewilligungen an ausländische Ski- oder SnowboardlehrerInnen erteilt. Sie wurden zu 73 Prozent offensichtlich wegen ihrer Russisch-Sprachkenntnisse aufgenommen, um ihre Landsleute (!) zu unterrichten. ++++

Die KulturGewerkschaft Kunst, Medien, Sport freie Berufe fordert daher, dass alle Anstrengungen unternommen werden, dass ortsansässige SkilehrerInnen bei der Bereitschaft, beispielsweise Russisch zu lernen, besonders unterstützt werden. Die Unterstützung kann mit besonderen Zuschüssen oder mittels eigenen Sprachkursen für SkilehrerInnen erfolgen. Dem Argument, dass es sich nicht "auszahlt", wegen ein paar Wochen Tätigkeit pro Jahr eine Sprache zu erlernen, ist entgegenzutreten. Bei den nächsten Kollektivvertragsverhandlungen wird ein Fremdsprachenzuschlag wieder gefordert werden.

Es geht nicht nur um die Vermittlung von Stemmbogen und Parallelschwung, sondern die Skilehrerin/ der Skilehrer sind Bezugs-und Auskunftsperson zu Land und Leutne und sollen das österreichische Lebensgefühl vermitteln. Schnelle und effiziente Rettungsmaßnahmen kann man nicht von einem Merkblatt lernen. Da können Ortskunde und Sprachkenntnisse Leben retten, so der zuständige Fachsekretär in der Sportgewerkschaft, Alexander Leitner

ÖGB, 12. Jänner 2007 Nr. 17

ÖGB-Bundeskongress vom 22. bis 24 Jänner 2007
im Austria Center Vienna
ÖGB-Neu: "Die menschliche Kraft"

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