Regierungsprogramm verspricht "Aufschwung im Wohnbau"

Gemeinnützige sehen Wohnbau-Dynamik mit Finanzbedarf

Wien (OTS) - Als "erfreuliches Bekenntnis zur Fortführung des erfolgreichen österreichischen Weges im Wohnbau" plus Ankündigung "ergänzender Reformvorhaben" wertet Mag. Karl Wurm, Obmann des Dachverbandes der Gemeinnützigen, die im Regierungsprogramm aufgelisteten Maßnahmen zum Wohnbau.

Mit der Ansage "ein leistungsfähiges gemeinnütziges Wohnungswesen zu unterstützen" und die "Wohnbauförderung beizubehalten" setze auch die neue Bundesregierung auf zwei "Eckpfeiler" unseres Wohnungssystems, die schon bisher wesentlich dazu beitragen hätten, dass die Zielsetzung "Wohnen muss leistbar und qualitativ hochwertig sein" erreicht werden kann.

Eine Voraussetzung dafür sei allerdings, stellt Obmann Wurm klar, die Leistungsfähigkeit der Wohnbauförderung zu stärken. Durch den Wegfall der Zweckwidmung der Rückflüsse aus Wohnbauförderungsdarlehen, Ausweitung der Förderung auf Infrastrukturmaßnahmen und die seit vielen Jahren unveränderte Dotierung des Bundesanteils der Wohnbauförderung mit 1,79 Mrd. Euro seien in den letzten Jahren die bauwirksamen Mittel real zurückgegangen. Die geplante Forcierung der thermischen Sanierung -so sollen sämtliche Nachkriegsbauten aus den Jahren 1950 - 1980 bis 2020 energetisch verbessert werden - erfordere ebenfalls zusätzliche Mittel. Eine Umschichtung aus dem Neubau wäre nicht möglich, da auch ein hoher Anteil des geförderten Wohnbaus am erforderlichen Neubauvolumen von insgesamt rund 50.000 Wohnungen zu gewährleisten sei.

Die grundsätzlich zu begrüßende weitere Ökologisierung des Wohnbaus durch Übergang auf Niedrigenergie- und Passivhausstandards schlage natürlich auf die Baukosten durch, was "durch die Wohnbauförderung abgefedert werden muss", um die Mieten leistbar zu halten.

Positiv beurteilen die Gemeinnützigen die beabsichtigte Harmonisierung der Bauordnungen. Eine Maßnahme, die besonders mit Blick auf den künftigen, im ganzen Bundesgebiet einheitlichen "Energieausweis" für Gebäude und Wohnungen von großer Wichtigkeit wäre. "Zu hoffen sei auch", so Karl Wurm, "dass das Langzeitprojekt einer Harmonisierung der Gebäudebewirtschaftungsnormen abgeschlossen wird und damit bei Miet- und Eigentumswohnungen synchrone Regelungen für die Betriebskosten und die Verwaltungs-praxis zum Tragen kommen".

"Die Gemeinnützigen werden - so wie bisher - ein verlässlicher Partner für die Umsetzung wohnungspolitischer Zielsetzungen sein", betont GBV-Obmann Karl Wurm: "Das Regierungsprogramm ordnet dem Wohnbau hohen gesellschaftspolitischen, ökologischen und wirtschaftlichen Stellenwert zu. Mit entsprechender finanzieller Dotierung sollte das Basis für eine neue Wohnbauoffensive sein!"

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Mag. Karl Wurm
Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen
Tel.: 01 / 401 09 10

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