Rekurs der Immobilienmakler zu Wohnungsthemen im Regierungsprogramm

Forderung nach Rechtssicherheit ist Unterstützung bestehender Qualitätsprozesse - Diskussion um Provisionen unter Beibehaltung professioneller Qualität braucht Augenmaß

Wien (PWK023) - Als ein Verhandlungs- und Kooperationsangebot interpretiert die Branchenvertretung der Immobilienberufe in Österreich das im Regierungsprogramm geforderte Paket zum Thema Wohnen. Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ, begrüßt sämtliche Initiativen zur Verbesserung der Rechtssicherheit einerseits und fordert Augenmaß bei programmatischen Forderungen betreffend die Senkung der Maklerprovisionen. "Generell öffnen wir uns jedem Angebot für die gemeinsame und bilaterale Verbesserung von rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen - nicht nur betreffend das Thema Mieten in Einfamilienhäusern und Maklerprovisionen. Das wäre aus unserer Expertensicht zu kurz gegriffen", sagt Malloth.

Der Fachverband und seine Spezialisten haben in den vergangenen Monaten Maßnahmen geplant und eingeleitet, die Mieter, Vermieter und Immobilientreuhänder gleichermaßen rechtlich und finanziell absichern. Ein diesbezügliches Paket wird der Öffentlichkeit in den nächsten Tagen vorgestellt werden.

Als Experten für zeitgemäßes, leistbares Wohnen und Arbeiten ist es den Immobilienberufen ein Anliegen, den Markt mit bestmöglicher Qualität und Sicherheit zu servicieren - im Interesse zufriedener Kunden und im Interesse der eigenen Positionierung als professionelle Vermittler und Berater in schwierigen, emotional sensiblen Umfeldern.

Gemeinsam mit den seitens der Regierung und verwandten Berufsgruppen zuständigen Experten gilt es einerseits, ein effizientes Paket zu schnüren, das die im Regierungsprogramm formulierten Parameter für umweltschonendes Wohnen, erschwingliches Wohnen für junge Menschen und die Erhöhung der Rechtssicherheit für Mieten im Einfamilienhausbereich enthält. Die im Regierungsprogramm avisierte Reduktion der Vertragsgebühren sei ebenso wie die Forderung nach der Durchforstung des längst überholten Betriebskostenkataloges und dessen Anpassung an moderne Bedürfnisse ein guter erster Schritt in eine gemeinsame Richtung.

Alle diese und darüber hinaus gehende Forderungen seien optimal nur durch gut geschulte, rechtlich klar verankerte Immobilienexperten zu erfüllen, so Fachverbandsobmann Malloth: "Im Sinne der Gewährleistung hoher Profession ist daher zu bedenken, dass die Verfügbarkeit eines so abgesicherten, hochwertigen Angebotes am freien Markt ein entsprechendes Investment in die Kompetenz des Dienstleisters und seiner Leistung braucht - die ihrerseits in einer angemessenen Provision Ausdruck findet. Daher verbinden die Immobilientreuhänder ihre Bereitschaft zum Dialog und konsensualem Vorgehen gleichzeitig mit dem Einfordern von Augenmaß betreffend die pauschalen Reduktion der Maklerprovisionen zu Lasten der Berufsgruppe."(JR)

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