Moser: Baubeginn Donaubrücke Traismauer bei laufenden Verfahren ein Skandal

Natur- und bürgerInnenfeindliches Vorgehen - neuer Verkehrsminister muss eingreifen

Wien (OTS) - "Die ASFINAG hat die Konzentration der öffentlichen Aufmerksamkeit auf die Regierungsbildung genutzt, um den Bau der umstrittenen Autobahnbrücke für den LKW-Transit über die Donau bei Traismauer zu starten. Ein Skandal, denn bei den materienrechtlichen Verfahren - z.B. Naturschutzrecht - ist ebenso wie bei den Enteignungen noch vieles offen. Kein Häuslbauer könnte sich eine solche Vorgangsweise erlauben. Die Grünen halten das Vorgehen für höchst verwerflich und einen schlechten Auftakt für die Arbeit des neuen Verkehrsministers", hält Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen fest und weiter: "Mit Wildwestmethoden im Straßenbau über die höchstrangig geschützte Natur und über die Kritik in der Region drüberzufahren ist Politik von vorgestern - mindestens. Ein sehr seltsames Signal am Tag Eins der Regierung Gusenbauer-Molterer."

Die Donaubrücke Traismauer ist ein Schlüsselprojekt für den Transitverkehr in der Ostregion. Die neue Regierung muss hier umgehend handeln. "Sollte Neo-Minister Faymann mit seiner NÖ Staatssekretärin Kranzl bei diesen Vorgängen tatenlos zusehen, wäre vom Start weg klar, dass die schönen Worte zum Thema Transit im SPÖVP-Regierungsprogramm nichts wert sind. Ein Baustopp und ein seriöser rechtlicher wie inhaltlicher Umgang mit diesem so sensiblen Bauprojekt ist das mindeste und dringend nötig. Die jetzt schon massive Beeinträchtigung des europarechtlich geschützten Natura-2000-Gebiets muss umgehend abgestellt werden", verlangt Moser.

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