Krieg in Sri Lanka: Immer mehr Opfer unter Kindern 250.000 Kinder auf der Flucht

Wien/Duisburg/Batticaloa (OTS) - Der Bürgerkrieg in Sri Lanka fordert immer mehr Opfer unter Kindern und Jugendlichen. Pfarrer Jeyanesan (Batticaloa), der für die Kindernothilfe Nahrungsmittel unter Flüchtlingen an der Ostküste verteilt: "Im neuen Jahr hat die Regierung ihre Luftangriffe in den östlichen und nördlichen Provinzen fortgesetzt, auch auf Flüchtlingslager." Nach seinen Informationen sind beispielsweise am 2. Jänner bei einem Angriff auf ein Lager in Mannar 22 Menschen ums Leben gekommen, darunter sechs Kinder. Nach Informationen des zuständigen norwegischen Flüchtlingsbüros sind aktuell 800.000 Menschen auf der Flucht, rund ein Drittel davon sind Kinder.

Das Leben der Kinder im Norden und Osten der Urlaubsinsel ist nicht nur durch Bombenangriffe und Landminen gefährdet. Nach dem Verlust oder der Trennung von Eltern oder älteren Geschwistern sind die Mädchen und Buben häufig schutzlos sexueller Gewalt und anderen Übergriffen ausgesetzt. Die Kindernothilfe setzt sich in den Flüchtlingslagern für die Versorgung, die Registrierung und den Schutz von Kindern ein. Auch einige Tagesstätten und Wohnheime der Kindernothilfe an der Ostküste des Landes bieten Kindern Zuflucht.

Immer wieder kommt es zu Zwangsrekrutierungen Minderjähriger durch die Kriegsparteien. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden allein in den Jahren 2003 bis 2005 waren es nach UN-Angaben 3.800. Äußerst gefährdet ist dabei die Region um Batticaloa. Dort fördert die Kindernothilfe zahlreiche Projekte, unter anderem ein Berufsausbildungszentrum.

Nach Informationen des Kindernothilfe-Koordinators Ruben Wedel (26) fördert die Kindernothilfe aktuell neun Nothilfsmaßnahmen im Norden und Osten des Landes. In den Flüchtlingslagern werden die Familien vor allem mit Nahrungsmitteln und Wasser versorgt. Der Bürgerkrieg hat die Tsunami-Projekte der Kindernothilfe bislang nicht ernsthaft gefährdet. Sie konnte bislang bereits 80 Prozent ihrer Tsunami-Hilfsprojekte realisieren, unter anderem den Bau von 200 Häusern, zwei Schulen sowie Kindertagesstätten.

Bei einem Pressegespräch am 11. Jänner in Duisburg stehen Kindernothilfe-Mitarbeiter wie Ruben Wedel - Koordinator der Hilfsmaßnahmen in Sri Lanka - von 11.00-16.00 Uhr für telefonische Interviews zur Verfügung. Kontakt zur Interviewvereinbarung: Sascha Decker, Pressesprecher, Tel. 0049 163 234 43 54

Die vertriebenen Familien benötigen dringend Unterstützung. Spenden bitte unter dem Stichwort "Sri Lanka, Flüchtlingshilfe" auf folgendes Konto:

PSK
Konto-Nr: 92144077
BLZ: 60000

oder online unter: www.kindernothilfe.at/kat/spenden/

Die Kindernothilfe ist seit 1976 in Sri Lanka aktiv und erreicht abseits der Katastrophenhilfe rund 8.000 Kinder in 63 langfristigen Projekten und Programmen.

Rückfragen & Kontakt:

Johanna Kriks, Pressesprecherin Kindernothilfe Österreich
Tel.: 01/513 93 30-20 oder Mobil: 0699/107 44 579

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