Klement: Härtere Strafen gegen Horror-Tiertransporte

Voraussetzungen zur Umsetzung der neuen EU-Verordnung über Lebendtiertransporte müssen umgehend geschaffen werden

Klagenfurt (OTS) - "Was sich bei Tiertransporten durch Österreich abspielt, ist schauerlich. Tiere, die elendiglich verdursten, die während des Transports verenden, die Stunden lang eingepfercht stehen. Es muß alles Menschenmögliche unternommen werden, um den Tierquälern das Handwerk zu legen", so FP-NRAbg. Dipl.-Ing. Karlheinz Klement, der Tierschutzsprecher des freiheitlichen Parlamentklubs.

Beanstandungen gebe es vor allem bei Tiertransporten, die aus osteuropäischen Ländern kommen. Es ist bekannt, daß seit der EU-Osterweiterung die Zahl dieser Transporte um 40% zugenommen hat. In diesem Zusammenhang weist der geschäftsführende Landesparteiobmann der Kärntner FPÖ darauf hin, daß es bei den verantwortlichen Ost-Frächtern zu einer Änderung der Strategie gekommen ist. "Die Profitgier macht die Frächter erfinderisch. Meldungen aus Kärnten lassen darauf schließen, daß die Transporte zunehmend bei Nacht durchgeführt werden, in der Hoffnung den Kontrollen zu entgehen, aber auch weil die einheimische Bevölkerung sehr sensibel auf Tiertransporte reagiert." Der konkrete Fall einer Zeugin belegt das:
"Am Parkplatz der Autobahnraststation in Völkermarkt wurden in nächtlichen Stunden Tiertransporter beobachtet, in welchen die Tiere jämmerlich gebrüllt haben. Anscheinend, weil sie weder mit Wasser noch mit Futter versorgt wurden."

Klement fordert daher verstärkt Kontrollen durch die Polizei, die auch in der Nacht durchgeführt werden müssen. Auch müsse der Strafrahmen gegen Horror-Tiertransporte erhöht werden. "Bisher können Verwaltungsstrafen bis 5.000.- Euro verhängt werden. Die Höchststrafe wird selten ausgesprochen, und selbst wenn, dann liegt sie immer noch weit unter dem Wert der Tiere. Außerdem sollen beim Transport mehr Zwischenstopps vorgeschrieben werden, und es muß in Kärnten einer Versorgungsstation errichtet werden, für den Fall, daß ein Transporter gestoppt wird und die armen Tiere zu versorgen sind."

Klement begrüßt, daß mit 5. Jänner eine neue EU-Verordnung, die den Transport lebender Tiere regelt, in Kraft getreten ist. Nun gelte es, diese auch in die Praxis umzusetzen. Denn für die Erfüllung bestimmter Punkte fehlen in Österreich teilweise noch die Voraussetzungen. "In der Verordnung ist unter anderem ein Training für die Fahrer vorgeschrieben. Aber diese spezielle Ausbildung wird in Österreich und in anderen EU-Ländern noch gar nicht angeboten. Außerdem gibt es bei der Verordnung auch noch zahlreiche Lücken. So ist beispielsweise die Frage nach der Ladedichte ebenso ausgeklammert wie jene der Langzeittransporte. Aber die Verordnung ist trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung. Denn alles, was dem Schutz der Tiere dient, ist begrüßenswert."

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