FPÖ: Magere Pläne der neuen Regierung in Sachen Luftfahrt

Hofer: "Hohle Phrasen statt Lösungen für Probleme bei AUA und Austro Control"

Wien (OTS) - Mit großer Skepsis reagiert FPÖ-Luftfahrtsprecher NAbg. Norbert Hofer auf die Pläne der neuen Bundesregierung für den Luftfahrtstandort Österreich. Das Regierungsprogramm erschöpfe sich im Grunde in leeren Floskeln, so Hofer, denn etwa die Feststellung, dass Österreich die Luftfahrt zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes benötige, sei nun wirklich nichts Neues.

"Es ist zwar nett, dass bis zum Jahr 2015 ein Nationaler Aktionsplan für die Luftfahrt entwickelt werden soll, diese Ankündigung beweist aber, dass die neue Koalition keine konkreten Ziele vorzuweisen hat. Auf die Situation der AUA wird im Regierungsprogramm ebenso wenig eingegangen, wie auf den dringenden Reformbedarf der Austro Control", führt Hofer weiter aus.

Zu den aktuellen Problemen der AUA meint Hofer: "Die österreichische Fluggesellschaft ist vor einem Swissair-Schicksal nicht gefeit. Die AUA hat mit Zustimmung der Staatsholding ÖIAG unmittelbar nach der Nationalratswahl am 1. Oktober angekündigt, 350 Mitarbeiter abbauen zu wollen."

Die FPÖ setzt - im Gegensatz zu AUA-Vorstand Ötsch - zur Wahrung der internationalen Bedeutung der AUA vor allem auf erweiterte Kooperationsmodelle. Norbert Hofer: "Die AUA hat einen kleinen Heimatmarkt. Das zwingt jeden wirtschaftlich vernünftig denkenden Manager dazu, im Rahmen einer Nischenpolitik massiv auf Kooperationsmodelle zu setzen. Diese Nische heißt für die AUA Osteuropa. Als Partner für die AUA ist die Lufthansa sicherlich trotz der Konkurrenz der Drehkreuze Frankfurt und München optimal."

Auch die derzeitige Flottenpolitik der AUA-Gruppe gibt der FPÖ Anlass zu heftiger Kritik. Die Vielzahl verschiedener Flugzeugtypen verschiedener Hersteller verursache in der Lagerhaltung, der Schulung von Technikern, Piloten und Flugbegleitern und bei der Beschaffung von Ersatzteilen enorme Kosten.

In Bezug auf die Austro Control weist Hofer darauf hin, dass ausreichendes Personal für die Sicherheit des Flugbetriebes in Österreich unbedingte Voraussetzung sei und dass Fluglotsen, die durch Überstunden übermäßig belastet sind, letztendlich die Verantwortung für die Flugsicherheit nicht mehr übernehmen könnten.

Hofer: "Trotz der zuletzt vereinbarten Gehaltserhöhungen für die Fluglotsen steht erst ab 2008 mehr Personal zur Verfügung. Ich werfe dem Management hier schwere Fehler in der Planung vor, denn es ist wohl nicht schwer zu erraten, dass Fluglotsen nicht von heute auf morgen ausgebildet werden können. Die Flugsicherheit ist massiv gefährdet, wenn die Fluglotsen nun weiterhin neben den bis zu 180 Arbeitsstunden im Monat auch noch bis zu 45 Überstunden absolvieren müssen. Dem nicht genug, denn durch die knappe Personallage bei der Austro Control und der dadurch ausgelösten Verspätungen im Flugverkehr entstehen Kosten von 6 Millionen Euro jährlich."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
Tel.: +43-664-44 01 629, karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0003