Huainigg und Spindelegger besuchten Palliativstation

"Leben und Sterben in Würde gewährleisten"

Wien (ÖVP-PK) - Der Sprecher des ÖVP-Parlamentsklubs für Menschen mit Behinderung, Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, und der Zweite Präsident des Nationalrates, Dr. Michael Spindelegger, haben heute, Mittwoch, die Palliativstation St. Raphael im Krankenhaus Göttlicher Heiland besucht, die 1992 als erste Einrichtung dieser Art in Österreich gegründet wurde. ****

Das Hauptziel einer Palliativstation ist es, die Schmerzen schwer-und todkranker Menschen zu lindern und andere belastende Beschwerden körperlicher oder psychosozialer Art zu beheben, wobei auch die spirituellen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Dafür steht den Patienten ein multiprofessionell zusammengesetztes Team (Ärzte, Pflege, Psychologen, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter, Seelsorger) zur Verfügung.

Die beiden ÖVP-Politiker nahmen den Besuch der Einrichtung zum Anlass, die notwendige Professionalität in der Palliativarbeit zu betonen: "Es bedarf ausgebildeter Kräfte, die unter anderem über gesundheitspolitische, rechtliche und gesellschaftliche Kompetenz verfügen müssen", so Spindelegger: "Daher ist die im Regierungsprogramm festgehaltene Möglichkeit, durch gemeinnützige unentgeltliche Tätigkeiten eine Refundierung der Studienbeiträge zu bewirken, auf die Betreuung im Palliativ- und Hospizbereich im Gegensatz zu den Aussagen Alfred Gusenbauers nur äußerst bedingt anzuwenden." Auch Primarius Dr. Michael Preitschopf, der die Station St. Raphael leitet und die dortige Arbeit vorstellte, bestätigte diese Ansicht: "Ein derartiger Einsatz würde wohl auf beiden Seiten Verwirrung stiften. Denn auch unsere ehernamtlich Tätigen brauchen lange geschulte Begleitung, um sich über diese Aufgabe zu trauen."

Huainigg betonte, dass Österreich in Europa im "Lebensschutz bis zuletzt" eine Vorreiterrolle spielen soll und verwies in diesem Zusammenhang auf das Patientenverfügungsgesetz, das seit Juni 2006 in Kraft ist. "Mit diesem wurden Regelungen geschaffen, in denen die Autonomie der Menschen gewahrt bleibt - auch wenn die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, ihren eigenen Willen kund zu tun", sagte Huainigg, der darüber hinaus seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, dass die Menschenwürde in die österreichische Verfassung aufgenommen werden soll: "Es geht darum, ein Leben in Würde und auch ein Sterben in Würde zu gewährleisten." Dem Konzept der Sterbehilfe werde in Österreich das Konzept der Sterbebegleitung entgegengesetzt. Den Besuch der Palliativstation wollen beide Politiker auch als Dank für all jene Menschen verstanden wissen, die bereit sind, sich auf die schwierige Herausforderung der Arbeit in diesem Bereich einzulassen..

"In Österreich besteht Gott sei Dank Konsens bezüglich der Ablehnung der Euthanasie und wir haben uns auch auf europäischer Ebene erfolgreich gegen derartige Tendenzen gestellt", so Spindelegger. Huainigg nützte die Gelegenheit schließlich, um die Verdienste der scheidenden Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat zu erwähnen:
"Sie ist die politische Entdeckerin des Hospizwesens und der Palliativmedizin in Österreich. Es ist mir ein großes Anliegen, ihr dafür zu danken."
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