Kärnten: Verkäuferin an offener Tuberkulose erkrankt

LR Schantl bittet alle möglichen Kontaktpersonen von kostenlosen Untersuchungen Gebrauch zu machen

Klagenfurt (LPD) - Auf Grund der Meldung des LKH Klagenfurt an die Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg wurde heute, Mittwoch, bekannt, dass die Mitarbeiterin des Kaufhauses Lorber in Klein Rojach in der Gemeinde St. Andrä/Lavanttal an offener Lungen-Tbc erkrankt ist. "Da sich die an Tbc Erkrankte in stationärer Behandlung im LKH Klagenfurt befindet, besteht keine weitere Infektionsgefahr", so Kärntens Gesundheitslandesrat Wolfgang Schantl.

Seitens des Gesundheitsamtes der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg wurden die engeren Kontaktpersonen eruiert und die notwendigen Untersuchungen veranlasst. Da im Kaufhaus Lorber Personen aus der engeren und weiteren Umgebung eingekauft haben, könne eine Ansteckung dieser Personen nicht ausgeschlossen werden. Dies vor allem dann, wenn das Geschäft mehrfach aufgesucht wurde.
Zwar bestehe keine akute Gefahr, dennoch bittet der Gesundheitsreferent zur Sicherheit Personen, die seit Juni 2006 das Kaufhaus Lorber (das am 31.12.2006 wegen Betriebsniederlegung geschlossen wurde) aufgesucht haben, eine Lungen-Röntgenuntersuchung durchführen zu lassen.

Seitens des Landes Kärnten wird der Röntgenwagen für mögliche Kontaktpersonen kostenlos am Montag, dem 15.1.2007, in der Zeit von 09.00 - 12.00 Uhr und von 13.00 - 17.00 Uhr vor dem Kulturhaus St. Andrä/Lav., gegenüber der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Weiters sind kostenlose Untersuchungen im Gesundheitsamt der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich. Für Kleinkinder besteht im Gesundheitsamt Wolfsberg die Möglichkeit einer Untersuchung durch einen Hauttest (Tuberkulintestung). Um Voranmeldung unter der Tel. Nr. 050536-66271 wird ersucht.

Information zur Tuberkulose: Die Tuberkulose ist eine ansteckende Krankheit. Erkrankte Menschen geben die Bakterien direkt weiter, wobei die Infektion durch die in der Luft schwebenden Speicheltröpfchen übertragen werden kann. Nicht alle Menschen die mit Tuberkel-Bakterien in Berührung kommen, erkranken auch. In 95 Prozent aller Fälle verläuft die Infektion glimpflich, d.h. infizierte Menschen bleiben gesund und sind sogar immun gegen eine Neuansteckung. Nur dann, wenn die Vermehrung der Bakterien nicht verhindert wird, d.h. die körpereigene Abwehr nicht greift und es dadurch zu einer fortschreitenden Entzündung kommt, reagiert der Körper mit Beschwerden und es kann sich das Krankheitsbild der Tuberkulose entwickeln.

Das Erkrankungsrisiko steigt je schlechter die Ernährung ist, je mehr Menschen auf einen Raum gedrängt leben, bei Kontakt mit Menschen, die an Tuberkulose erkrankt sind und nicht behandelt wurden sowie bei Menschen, deren Infektionsabwehr geschwächt ist.
Wie äußert sich eine Tuberkulose? Mögliche Allgemeinsymptome sind Einschränkungen des Allgemeinbefindens, Gewichtabnahme, Konzentrationsstörungen, Fieber, vermehrtes Schwitzen (besonders nachts), Appetitmangel, Müdigkeit, allgemeine Schwäche, Zeichen eines grippalen Infektes.

Erkrankte Kinder sind in über der Hälfte der Fälle beschwerdefrei oder fallen nur durch ein mangelndes Gedeihen auf. Atembeschwerden können in Form von Husten, Schmerzen und Atemnot auftreten. Jeder länger als drei Wochen bestehende Husten sollte unbedingt abgeklärt werden. Bei blutigem Auswurf ist eine sofortige Abklärung erforderlich!

(Weitere Informationen: Tuberkulosefürsorgestelle am Gesundheitsamt der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg, Tel.Nr. 050536-66271)
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