SPÖ-Neujahrskonferenz - Bures: "Frauen Gewinner der Regierungsverhandlungen"

Wien (SK) - Die SPÖ hat versprochen, den Interessen der Frauen wieder eine starke Stimme mit einem eigenen Ministerium zu geben. Dieses Versprechen wird eingelöst, zeigte sich die designierte Frauenministerin Doris Bures stolz. Und sie kündigt an, dass sie nach sieben Jahren Stillstand und Rückschritten "wieder Bewegung in die Frauenpolitik bringen" wird. Und zur heftig diskutierten Frage, wer denn die Regierungsverhandlungen gewonnen habe, weiß Bures folgende Antwort: "Sicher ist, dass es die Frauen waren." ****

Bei der Neujahrskonferenz ihrer Partei hat Bures die großen Herausforderungen und Lösungen skizziert. Besonders wichtig ist ihr die Chancengleichheit - "das ist ein Recht, kein Privileg", so Bures. Die wichtigsten Ansatzpunkte sieht sie dafür im Erwerbsleben, gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist hier das Motto.

Die Frauenerwerbsquote soll erhöht werden. Bures geht es dabei um Jobs, von denen man auch leben kann, also hochqualitative und Vollzeitarbeitsplätze. Weiters will sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Ein wichtiger Schritt dafür ist die Flexibilisierung des Kindergelds. Damit kann der Einkommens- und Karriereknick, den viele Frauen nach der Babypause hinnehmen müssen, korrigiert werden. Und Bures berichtete, wie hart die SPÖ für diese Verbesserung in den Verhandlungen gekämpft hat.

Sehr viel verspricht sich Bures auch von der bedarfsorientierten Mindestsicherung für die Frauen. Denn von den armen und armutsgefährdeten Menschen in Österreich ist der überwiegende Teil weiblich. Auch die Einigung über 1.000 Euro Mindestlohn ist nicht zuletzt eine frauenpolitische Maßnahme - "viele Frauen werden davon profitieren".

Bures will sich auch dem Kampf gegen Gewalt an Frauen widmen. Hier soll es eine Null-Toleranz-Politik geben. Dazu will sie die Interventionsstellen gegen Gewalt mit mehr Geld ausstatten und den Opferschutz ausbauen.

Ihren RegierungskollegInnen kündigte Bures an, dass sie sich überall einmischen werde, weil Frauenpolitik eben ressortübergreifend sei. Dabei ist sich Bures freilich sicher, dass sie viele Verbündete habe wird, an erster Stelle im zukünftigen Bundeskanzler. Dass Gusenbauer die Hälfte seines Teams mit Frauen besetzt hat ist "ein guter Beginn", so Bures. (Schluss) wf

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