Toifl: Die Energie Strategie der EU ist ein ehrgeiziger Schritt vorwärts

Georg Toifl, Präsident des europäischen Handwerkverbandes UEAPME, beurteilt das Energie-Paket der Europäischen Kommission als ambitioniert aber dringend notwendig

Wien (PWK019) - Georg Toifl, Präsident der UEAPME, begrüßt grundsätzlich das Energie-Paket, das die Europäische Kommission heute, Mittwoch, vorgestellt hat.

UEAPME ist die europäische Arbeitgeberorganisation und Sozialpartner, die die Interessen des Handwerks und der KMU aus der EU und aus den Kandidatenländern auf europäischer Ebene vertritt. UEAPME zählt 81 Mitgliedsorganisationen und vertritt insgesamt mehr als 11 Millionen Unternehmen mit ungefähr 50 Millionen Beschäftigten in Europa. Georg Toifl, Obmann des österreichischen Gewerbe und Handwerks hat mit 1.1.2007 die Präsidentschaft von UEAPME übernommen. Toifl wird sich in in seiner zweijährigen UEAPME-Präsidentschaftszeit besonders auf das Thema Energie und Energie-Wettbewerb konzentrieren.

Toifl begrüßt insbesondere die Vorschläge zur Verbesserung des EU Binnenmarktes für Energie durch "Unbundling" (Trennung) von Produktion und Verteilung und durch verstärkte EU-weite Kontrollmechanismen. Darüber hinaus steht UEAPME im Prinzip den Zielen einer höheren Energieeffizienz und der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen positiv gegenüber.

"Bis jetzt haben fehlender Wettbewerb und private Monopole die Anzahl an Anbietern niedrig gehalten und die Schaffung eines reellen EU Binnenmarktes für Energie verhindert. Die Haushalte sowie die Gewerbe- und Handwerksunternehmen in Europa sind von dieser Situation am meisten betroffen. Die heutige Kommunikation ist ein Schritt in die richtige Richtung zu einem funktionierenden EU Binnenmarkt für Energie", so der frischgewählte UEAPME-Präsident Georg Toifl.

Toifl betont weiters die Notwendigkeit einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Energiemarkt als einen immens wichtigen ersten Schritt hin zu einer umfassenden Erneuerung der EU-Energiepolitik. Laut UEAPME wird die Trennung von Produktion und Verteilernetzwerken die von großen Privatunternehmen ausgehende Diskriminierung eindämmen und den Wettbewerb auf dem Markt erhöhen.

Präsident Toifl hebt auch die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verbesserung von grenzüberschreitender Infrastruktur und Zusammenschaltungen hervor. Er begrüßte den Kommissionsvorschlag, effizientere Regulierungen im Energiebereich zu schaffen,und warnt gleichzeitig, dass nur starke und unabhängige Regulierungsbehörden mit Kompetenzen auf EU-Ebene faire Wettbewerbsbedingungen gewährleisten sowie grenzüberschreitenden Handel möglich machen.

Was Energieeffizienz betrifft, so betont UEAPME das Potential von energiesparenden Produkten und Technologien als Innovationsmotore und hebt die Rolle der KMUS dabei hervor. Ein besseres regulatorisches Umfeld ist jedoch eine essentielle Voraussetzung für die Maximierung des Beitrags, den KMU leisten können. "Lead Markets", die höhere Standards für Energieeffizienz festlegen, sollten so gut wie möglich gefördert werden, um die Führungsrolle der EU im Bereich Energieeffizienz noch weiter auszubauen.

Derselbe innovative Ansatz muss bei erneuerbaren Energien gefördert werden. UEAPME stimmt dem strategischen Ziel zu, den Energie-Mix zu diversifizieren und einen angemessenen Anteil von erneuerbaren Quellen anzustreben. Gleichzeitig fordert UEAPME jedoch, dass die dabei entstehenden Kosten gerecht aufgeteilt werden müssen und dass die Marktkräfte anstatt Subventionen die erfolgreichste und effizienteste Form erneuerbarer Energie auswählen sollen.

Schließlich fordert UEAPME die Mitgliedstaaten dazu auf, für eine rasche Umsetzung der Energie-Strategie zu sorgen. "Die Ziele und Pläne der Europäischen Kommission sind ehrgeizig, aber angesichts der derzeitigen Situation im Energiesektor gerechtfertigt. Wir vertrauen darauf, dass die Mitgliedstaaten Verantwortung zeigen und zusammen auf eine EU-weite Lösung hinarbeiten und sich nicht der Verteidigung nationaler Interessen hingeben", fasst Präsident Toifl zusammen. (JR)

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