Zähes Verhandeln hat sich ausgezahlt

Haslauer: Einigung von Bund, Land und ÖBB / Grundstein für Wiederaufbau und Modernisierung der Pinzgaubahn gelegt

Salzburg (OTS) - "Mit der unterschriebenen Vereinbarung mit dem Verkehrs- und dem Finanzministerium sowie den ÖBB stehen die Ampeln für eine moderne Nationalparkbahn Hohe Tauern jetzt endlich auf Grün", berichtete LHStv. Dr. Wilfried Haslauer heute, Mittwoch, 10. Jänner, nach Unterzeichnung einer Grundvereinbarung mit Finanzminister Mag. Karl-Heinz Grasser, Verkehrsminister Hubert Gorbach und Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka sowie den ÖBB bei einem Informationsgespräch. Diese Grundvereinbarung wurde in den vergangenen Monaten in intensiven Verhandlungen zwischen Salzburg und Wien vorbereitet. Diese Vereinbarung wird aufgrund der Ergebnisse der Regierungsverhandlungen auch von der kommenden Bundesregierung mitgetragen. Diese Einigung könnte als Vorbild für die zahlreichen weiteren geplanten anstehenden "Verländerungen" von ehemaligen ÖBB-Nebenstrecken dienen. Insbesondere in Ober- und Niederösterreich will die ÖBB weitere Nebenbahnen abgeben.

Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer ist mit Staatssekretär Kukacka in den langwierigen Verhandlungen schließlich zu folgenden Ergebnissen gelangt:

Die Pinzgaubahn wird vom Land Salzburg mit 1. Jänner 2008 übernommen.

Die vom Hochwasser 2005 zerstörte Strecke zwischen Mittersill und Krimml wird in neuer, direkterer Trassenführung so schnell wie möglich wiederaufgebaut. Die Planungen laufen bereits, der Bahndamm ist durch den Bau von Hochwasser-Schutzmaßnahmen bereits fertig gestellt. Mit einem Abschluss der Bauarbeiten dürfte im Lauf des Jahres 2008 zu rechnen sein.

Die Kosten des Wiederaufbaus in Höhe von rund 10,5 Millionen Euro werden folgendermaßen aufgebracht:

o 5,25 Millionen Euro werden vom BMVIT innerhalb eines mehrjährigen Investitionsprogramms für Privatbahnen aufgebracht.

o Rund vier Millionen Euro für die Erhaltung werden aus den Geldern des Infrastrukturvertrags von 2005 durch den Neubau der Strecke frei und können für den Wiederaufbau eingesetzt werden.

o Die restlichen 20 Prozent wird das Land über seine jährlichen Finanzierungsraten beitragen.

Die ÖBB stellen die 2005 vertraglich vereinbarten Gelder für Ausbaumaßnahmen und Streckenerhaltung in Höhe von 12,98 Millionen Euro in einer Tranche bis Ende 2007 zur Verfügung.

Das Land wird ein privates Verkehrsunternehmen mit dem Betrieb der Bahn beauftragen.

Ende des Jahres 2007 werden die neuen, modernen Zuggarnituren im Pinzgau eintreffen und eine ganz neue Qualität des Öffentlichen Verkehrs (ÖV) zwischen Zell am See und Krimml bringen.

Für den Betrieb der Bahn stellt der Bund auch in Zukunft für den privaten Betreiber die gleichen jährlichen Zuschüsse zur Verfügung wie bisher den ÖBB.

Es wird einen abgestimmten Fahrplan mit dem Postbus als Konzessionsinhaber der parallelen Buslinien geben, der das leistungsfähige Rückgrat des ÖV im Oberpinzgau bildet.

"Ich freue mich, dass es Staatssekretär Kukacka und mir nach den Rückschlägen im Jahr 2005 durch den tragischen Unfall und das Hochwasser in Zusammenarbeit mit den ÖBB und dem Finanzministerium gelungen ist, eine Einigung zu finden. Besondere Verdienste um das Zustandekommen dieser Verländerung hat sich Helmut Kukacka erworben, der stets ein offenes Ohr für meine ständigen Vorstöße in Sachen Pinzgaubahn in Wien gehabt hat", kommentierte LHStv. Haslauer das auch von Vizekanzler Gorbach und Staatssekretär Mag. Eduard Mainoni mitgetragene Ergebnis.

Wertvolle Infrastruktur für den Pinzgau

"Die Menschen im Pinzgau profitieren, wenn der Öffentliche Verkehr ein möglichst flächendeckendes Angebot bietet. Gerade deshalb setze ich mich so vehement für den Ausbau und die Attraktivierung der künftigen Nationalparkbahn auf der vollen Länge ein. Die zukünftige Bahn schafft mehr Mobilität, sichert damit Arbeitsplätze und stärkt die Wettbewerbschancen der Region. Die neue Nationalparkbahn bedeutet Lebensqualität für den Pinzgau", sagte Wirtschafts- und Verkehrsreferent Haslauer.

Diese Einigung ist nunmehr die Grundlage für den notwendigen Regierungsbeschluss der Salzburger Landesregierung. Zu klären ist jetzt, welches Verkehrsangebot auf der neuen Strecke mit den neuen Garnituren auf Basis der zur Verfügung stehenden Gelder erstellt werden kann. Auch die künftige Rolle des Güterverkehrs auf der Bahnstrecke muss berücksichtigt werden. "Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dieser Grundlage in den Gesprächen innerhalb der Landesregierung, mit den Vertretern der Region und mit unseren potentiellen Partnern der Verkehrsunternehmen gemeinsam eine moderne und attraktive Nationalparkbahn fixieren können", so Haslauer zu den nächsten Schritten.

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