Tolar: Es herrschen große Enttäuschung und Zorn bei uns!

Wien (OTS) - Günter Tolar Bundesvorsitzender der SoHo (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratie und Homosexualität) zeigt sich enttäuscht und verärgert über den Ausgang der Regierungsverhandlungen:

"Wir sind ernüchtert, enttäuscht und verärgert über den Ausgang der Regierungsverhandlungen zur Bildung einer Großen Koalition. Der Vorschlag, eine gewisse Zeit ein Minderheitskabinett zu unterstützen, wurde seitens der Grünen abgelehnt. Die gestrige Aussendung der Grünen, nunmehr eine Minderheitsregierung der SPÖ zu unterstützen, ist heuchlerisch und fadenscheinig", schloss Tolar.

Der Stv. Landesvorsitzende Peter Traschkowitsch weiter: "In den laufenden Regierungsverhandlungen hat es die ÖVP explizit abgelehnt über unsere Themen überhaupt zu verhandeln. Dies ist menschenverachtend und einer christlichen Partei unwürdig. Das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen ist aus unserer Sicht ein absoluter Tiefpunkt in unseren Bemühungen, unsere uns zustehenden Rechte zu erhalten. Wir sind in diesem Wahlkampf angetreten, um für Lesben, Schwule und Transgender etwas zu erreichen.
Unsere Forderungen waren klar und deutlich formuliert. Bis zuletzt waren wir davon überzeugt, dass es unsere Verhandler und Verhandlerinnen schaffen und ihnen bewusst ist, dass sie von Lesben, Schwulen und Transgender am 1.Oktober das Vertrauen erhalten haben", schloss Traschkowitsch.

Die Bundessekretärin Martina Punz ergänzt: "Vieles wurde vor der Wahl versprochen, das wenigste wurde gehalten. Lügen wird anscheinend in vielen Bereichen salonfähig. Einiges im Koalitionspapier ist von Widersprüchlichkeit und Inhaltsleere geprägt, die Ressortaufteilung nicht nachvollziehbar, vieles ist aus sozialdemokratischer Sicht auch einfach nicht vertretbar."

"Es müssen nun Taten folgen, um gegenüber der lesbischwulen Community und den Parteimitgliedern wieder glaubwürdig zu werden. Die SPÖ ist nunmehr in Regierungsverantwortung und Bundeskanzler Gusenbauer hat uns sein Wort gegeben hat, sich bei der ÖVP und im Rahmen der Bundesregierung für eine Lösung einzusetzen."

"Wir werden ihn und unsere anderen Regierungsmitglieder bei jeder Gelegenheit daran erinnern und fragen, wie es mit "unseren" Rechten -welche Menschenrechte sind - aussieht", so Tolar, Traschkowitsch und Punz abschließend.

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