Fichtenbauer: Darabos als Verteidigungsminister ist bedenkliches Signal

FPÖ-Wehrsprecher: Zivildiener als Verteidigungsminister werde als Provokation empfunden

Wien (OTS) - Der freiheitliche Wehrsprecher und Obmann des parlamentarischen Landesverteidigungsausschusses, NAbg. Dr. Peter Fichtenbauer, sieht in der heute von den Sozialdemokraten getroffenen Nominierung von Norbert Darabos als Verteidigungsminister ein bedenkliches Signal.

Einen Mann, der Zivildienst geleistet habe und den Dienst mit der Waffe ablehne, zum Verteidigungsminister vorzuschlagen, sei -ungeachtet dessen persönlicher Integrität - geeignet, so Fichtenbauer, von Militär und Soldaten, die Wehrdienst leisteten und geschworen hätten, Österreich unter Einsatz ihres Lebens zu verteidigen, als Provokation empfunden zu werden.

Fichtenbauer hofft, dass Darabos im realen politischen Alltag in der Lage sein werde, die grundsätzliche Skepsis gegenüber seiner Amtsführung, die mit seinem biografischen Hintergrund einhergehe, auszuräumen. Der FPÖ-Wehrsprecher fordert den designierten Verteidigungsminister auf, sein Amt in dem Bewusstsein anzutreten, dass die Soldaten des Bundesheeres seit Jahrzehnten mit großem Idealismus und meist völlig unbedankt ihren Dienst zu leisten bereit seien.

Als Obmann des Landesverteidigungsausschusses appelliert Fichtenbauer, selbst Brigadier der Miliz, Darabos möge sich als Verteidigungsminister stets bewusst sein, dass ihm mit dem Bundesheer ein Instrument anvertraut sei, welches den Anspruch erhebt, mit besonderer Sensibilität, Einsatzbereitschaft und Sachkunde den Dienst an der österreichischen Bevölkerung zu versehen. "Der langfristigen Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Bundesheeres und der Aufrechterhaltung der Wehrbereitschaft müssen jedenfalls unbedingter Vorrang vor tagespolitischer Effekthascherei eingeräumt werden", schließt Fichtenbauer.

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