GLOBAL 2000 kritisiert EU-Energiepaket: EU-Kommission setzt weiter auf Atomkraft

EU-Kommission verpasst Energiewende

Wien (OTS) - Das neue Energiepaket der Europäischen Kommission enthält nach Einschätzung von GLOBAL 2000 schlechte Nachrichten für den Umweltschutz. "Statt einer dringend notwendigen Energiewende hält die EU-Kommission an der Energiegewinnung aus fossilen und atomaren Energiequellen fest. Die Marktverzerrung, die umweltschädliche Energieformen wie Atom und Kohle bevorzugt, bleibt weiter bestehen", kritisiert GLOBAL 2000-Energiesprecherin Silva Herrmann. "Unsere Hoffnungen, dass dieses Energiepaket eine Vision für eine umweltfreundliche Energieversorgung bringen würde, haben sich zerschlagen."

Die EU-Kommission setzt sich im Energieprogramm für Europa deutlich für die Atomkraft ein, weil sie darin ein angeblich preiswertes Mittel gegen den Klimawandel sieht. Dies, obwohl seit Jahrzehnten Milliarden Euro in die fossil-atomare Energiewirtschaft gepumpt werden. Jeder Euro, der in Energieeffizienz-Maßnahmen investiert wird, bringt aber 10mal mehr Klimaschutz als bei einer Investition in die Atomkraft. Zur deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Effizienzsteigerung gibt es keine Alternative. Aus dem Energiepaket wird leider nicht deutlich, wie dies erreicht werden soll. Die österreichische Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass die Versäumnisse der EU-Kommission bei den weiteren Verhandlungen nachgeholt werden.

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