Deutliche Verbesserungen im Sozial- und Gesundheitsbereich

Burgstaller zu Auswirkungen des Koalitionsübereinkommens der neuen Bundesregierung für Salzburg

Salzburg (OTS) - Das auf Bundesebene vereinbarte Koalitionsübereinkommen der Bundesregierung von SPÖ und ÖVP hat auch auf Salzburg Auswirkungen: So werde es beispielsweise ein höheres Einkommen für mehr als 55.000 Salzburger/innen, Verbesserungen für chronisch Kranke und mehr Geld für das Salzburger Gesundheitssystem geben. Darauf verwies heute, Mittwoch, 10. Jänner, Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller.

Die Armutsbekämpfung der neuen Bundesregierung unter SPÖ-Führung betrifft in Salzburg einen sehr großen Personenkreis: So wird beispielsweise ein Mindestlohn von 1.000 Euro eingeführt. Das betrifft in Salzburg die mehr als 43.000 Salzburger/innen, die trotz Vollzeitarbeit weniger als 1.000 Euro verdienen. Von dieser Gruppe sind rund 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männer.

Auch unter den Senioren gibt es in Salzburg eine große Gruppe -positiv - Betroffener: Das Einkommen der fast 12.000 Bezieher von Ausgleichszulagen (= Mindestpensionisten, das ist mehr als jeder zehnte Salzburger Pensionist) wird von 690 auf 726 Euro angehoben.

Belastungsgrenze für Kranke - Deckel bei Medikamentenkosten

Für chronisch Kranke gibt es konkrete Verbesserungen: Es wird einkommensabhängige Höchstgrenzen bei den Verschreibungen, also bei den Rezeptgebühren geben. Das heißt, vor allem sozial Schwache werden entlastet: Die Salzburger/innen, die zwischen 1.000 und 1.200 Euro verdienen (Vollzeit), werden in Zukunft maximal zwischen 196 und 230 Euro pro Jahr für Medikamente ausgeben müssen (Das sind umgelegt auf diese Einkommensklassen 42 bzw. 46 Rezeptverordnungen). Fast 53.000 Salzburger/innen (oder jeder 5. Arbeitnehmer) verdienen - in einem "fulltimejob" - weniger als 1.200 Euro. Besonders von chronischen und Mehrfacherkrankungen betroffen sind die Pensionisten, bei den Senioren ist auch die Armutsgefährdung durch Krankheit am größten. Allein in Salzburg gibt es durch diese "Deckelung" 60.000 Pensionisten (56 Prozent der Pensionisten Salzburgs!) mit einer Pension von weniger als 1.200 Euro, für die das Risiko einer Armutsgefährdung durch Krankheit drastisch reduziert wird. Auch sie müssen für Medikamente pro Jahr nur noch maximal 230 Euro ausgeben. Allgemeine Regel ist: keiner wird mehr als 2 Prozent des Jahresnettoeinkommens für Rezeptverordnungen ausgeben müssen.

Ein fiktives Beispiel für Einsparungen: Bei einem chronisch/mehrfach Erkrankten kann realistischerweise davon ausgegangen werden, dass er acht Mal pro Jahr einen Arzt aufsucht, und dabei insgesamt 80 Medikamente verschrieben bekommt. Heute fallen in diesem Fall jährliche Rezeptgebühren in der Höhe von 380 Euro an. Dank der Deckelung erspart sich Patient/innen mit einem Einkommen von 1.000 bis 1.200 Euro zwischen 180 und 160 Euro.

Mehr Geld für die Patienten

Auch das Salzburger Gesundheitssystem wird zusätzliche Gelder in der Höhe von 9,4 Millionen Euro jährlich bekommen, davon bekommen 3,4 Millionen Euro die Krankenhäuser und 6,2 Millionen Euro für die Salzburger Krankenkassen.

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