Hilfswerk begrüßt Regierungspläne im Bereich Pflege und Betreuung

Präsident Karas: "Pflege hat erstmals deutlichen Stellenwert in einem Regierungsprogramm!"

Wien (OTS) - Das Hilfswerk begrüßt das Programm der neuen Bundesregierung. "Die Pflege hat erstmals einen deutlichen Stellenwert in einem Regierungsprogramm!", freut sich Präsident Othmar Karas, "Der flächendeckenden Ausbau der Versorgungslandschaft, insbesondere der mobilen Dienste, würde für die pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörige eine große Entlastung bringen. Positiv ist auch die geplante Förderung der betreuten Wohnformen für Senioren und die verpflichtende Pflegeberatung bei der Pflegelderteilung.

"Wir freuen uns, dass die neue Bundesregierung so viele Vorschläge des Hilfswerks und der anderen Träger in ihr Regierungsprogramm aufgenommen hat.", so Karas weiter. Die Übernahme der Dienstgeberanteile bei der Sozialversicherung für pflegende Angehörige sei ebenfalls zu begrüßen, wie auch das geplante modulare, durchlässige, österreichweit einheitliche Ausbildungssytem bei den Gesundheits- und Sozialberufe und die Weiterführung der AMS-geförderten Schulungen - insbesondere für WiedereinsteigerInnen -die zu einer spürbaren Verbesserung des Arbeitsmarktes im Bereich der Heimhilfen und PflegehelferInnen geführt haben. "Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen gibt es aber immer noch zu wenige.", so Karas weiter.

Enttäuscht ist Karas jedoch, dass das Pflegegeld in den nächsten vier Jahren nur einmal erhöht werden soll: "Hier haben wir im Sinne der betroffenen Menschen schon eine jährliche Valorisierung erwartet." Dafür soll ein weiterer Hilfswerk-Vorschlag realisiert werden, die bisher illegale 24-Stunden-Betreuung durch ausländische BetreuuerInnen auf Basis des Hausangestelltengesetzes zu legalisieren. "Insgesamt wird man dem Pflegebereich mehr Geld zuführen müssen. Da ist das Regierungsprogramm noch wenig konkret.", so Karas weiter, der auch die Zusammenarbeit des Hilfswerks in der geplanten Regierungs-Arbeitsgruppe Pflege anbietet: "Die Regierung kann durch die praktische Erfahrung der Träger in diesem Bereich nur profitieren."

Erfreut zeigte sich Präsident Karas auch, dass eine weitere Hilfswerk-Idee, die Nachbarschaftszentren, die in Wien seit Jahren hervorragend funktionieren, in Zukunft auch bundesweit gefördert werden: "Eine schöne Anerkennung unserer Arbeit!".

Hilfswerk-Geschäftsführer Walter Marschitz freut sich auch auf die Zusammenarbeit mit den neuen Ministern für Gesundheit bzw Soziale Angelegenheiten: "Ich kenne Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky seit vielen Jahren. Mit ihrer Fachkundigkeit und Durchschlagskraft, sowie ihrer Fähigkeit Allianzen zu schließen, ist sie eine sehr gute Wahl für diese schwierige Aufgabe. Sozialminister Erwin Buchinger hat sich in der Vergangenheit in seiner Funktion als Salzburger Soziallandesrat immer als kompetenter und paktfähiger Partner erwiesen." Schließlich dankt Marschitz auch den scheidenden Ministern Maria Rauch-Kallat und Ursula Haubner für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

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