Vereinigung sozialdemokratischer Angehöriger in Gesundheits- und Sozialberufen im BSA erklärt: Der fortgesetzte Missbrauch des Begriffs "Sozialarbeit" ist unerträglich!

Wien (OTS) - Die Vereinigung sozialdemokratischer Angehöriger in Gesundheits- und Sozialberufen im BSA erklärt, der fortgesetzte Missbrauch des Begriffs "Sozialarbeit" ist unerträglich. Eine Bundesregierung die sich soziale Lösungskompetenz auf ihre Fahnen geschrieben hat, hat mit ihrem Lösungsvorschlag Studiengebühren durch Sozialarbeit zu ersetzen einen höchst missglückten Start hingelegt!

Gemeinnützige Arbeiten, die über das Niveau von "Papierlaufglaubvereinen" hinausgehen bedürfen der Professionalität. Diese kann nur durch Ausbildung, Fortbildung und Supervision der in sozialen Berufen Tätigen sichergestellt werden. Laien können in diesen Bereichen nur ergänzend unter Anleitung, Supervision und Aufsicht von Profis eingesetzt werden. Insbesondere die 6000 in Österreich tätigen SozialarbeiterInnen, die über eine mindestens drei jährige Ausbildung im tertiären Bildungsbereich (an Fachhochschulen) verfügen, wurden und werden durch solche Vorschläge in ihrem beruflichen Selbstverständnis diskeditiert

Zu glauben, dass StudentInnen professionelles Handeln im Bereich der Sterbebegleitung in Hospizen oder der Pflege von älteren Mitbürgern ersetzen könnten, zeugt von völliger Unkenntnis der Problemstellungen in diesen Arbeitsbereichen. Dies mit dem Lohnäquivalent von 6,00 Euro pro Stunde zu versehen kulminiert die Niveaulosigkeit dieses Vorschlages. Eine sofortige Revision solcher Pläne des Sozialabbaus ist überfällig.

Seriöse Pläne zum egalitären Bildungszugang für alle Bevölkerungsgruppen und zum Ausbau unseres höchst lückenhaften Sozialsystems wären zu erstellen. Dafür könnten Österreichs SozialarbeiterInnen mit ihrem wertvollen Wissen aus der tatsächlichen Realität von in Not geratenen Mitbürgern einen wertvollen Beitrag leisten!

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