Wechsel an der Spitze der Raaberbahn

VÖWG-Vorstandsmitglied Dr. Csaba Székely ist neuer Generaldirektor

Wien (OTS) - An der Spitze der österreichisch-ungarischen Raaberbahn, genauer Raab-Oedenburg-Ebenfurther Eisenbahn AG, die seit 1876 das Burgenland mit Westungarn verbindet, steht seit 1. Jänner 2007 mit Dr. Csabar Székely der neue Generaldirektor des Unternehmens an der Spitze, der auch Vorstandsmitglied des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft (VÖWG) ist. Er löst damit den in den Ruhestand getretenen langjährigen Generaldirektor Dipl.-Ing. Csaba Siklós ab.

In einem stilvollen Festakt am 8. Jänner 2007 in Sopron (Oedenburg) fand die Amtsübergabe statt, der Vertreter der österreichischen und der ungarischen Regierung, des Burgenlandes und des Komitats beiwohnten. Ebenso die früheren Vekehrsminister Dr. Caspar Einem, Dr. Rudolf Streicher und Dr. Monika Forstinger, sowie zahlreiche Repräsentanten des Verkehrswesens, an der Spitze ÖBB-Generaldirektor Mag. Martin Huber, das Vorstandsmitglied der ÖBB-Personenverkehrs AG Dkfm. Wilhelmine Goldmann, und die Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) Dir. Manfred Novy und Mag. Wolfgang Schroll.

Die Festansprachen verdeutlichten die Verdienste des scheidenden Generaldirektors, der sich um einen konsequenten Ausbau der Bahnlinie unter Überwindung mancher Schwierigkeiten verdient gemacht hatte -sie brachten aber auch die Hoffnungen zum Ausdruck, die in die Person des neuen Generaldirektors gesetzt werden, bei dem es sich um einen lang erfahrenen anerkannten Verkehrsfachmann handelt. GD Siklós war bereits 1970 in die Raaberbahn eingetreten und übrigens der erste Verkehrsminister nach der politischen Wende in Ungarn gewesen. Der neue Generaldirektor Székely ist vor 12 Jahren in die Raaberbahn eingetreten und gehört schon viele Jahre, zuletzt als Generaldirektor-Stv. der Unternehmensleitung an. In Vertretung des Burgenländischen Landeshauptmanns, der wegen der noch laufenden Koalitionsverhandlungen in Wien verhindert war, betonte Landesrat Helmut Bieler, dass die Raaberbahn auch in Zeiten des Eisernen Vorhangs eine wichtige grenzüberschreitende Funktion erfüllt habe und in stetem vorbildlichen Verhältnis zu seinem Bundesland gestanden ist: "Die Raaberbahn ist ein hervorragender Partner des Burgenlands". Für die ÖBB-Tochtergesellschaft Speditionsholding (an der Raaberbahn beteiligt) brachte Generaldirektor Komm.Rat Gustav Poschalko zum Ausdruck, dass die geopolitische Lage der Bahnverbindung besondere Aufgaben brachte, die auch stets erfolgreich gelöst wurden, die Bahnverbindung sei als öffentliches Verkehrsmittel für die Menschen beiderseits der Grenze unverzichtbar. Székely unterstrich einleitend:
"Ich bin stolz auf die geordnete Übergabe in diesem festlich-amikalen Rahmen". Er wolle konkret weiterarbeiten auf den Fundamenten, die sein Vorgänger Siklós geschaffen habe.

Die Raaberbahn AG (ROeEE) befindet sich zu 57,4 Prozent im Eigentum der Republik Ungarn, zu 36,4 Prozent im Eigentum der Republik Österreich und der Rest 6,2 Prozent in Händen der erwähnten Speditionsholding. Das Streckennetz soll auf der ungarischen Seite durch die Verbindung Szombathely-Körmend-Szentgotthard, und damit um 53 km verlängert werden. Die Strecke, die bisher von der ungarischen Staatsbahn betreut wurde, wird in den kommenden Jahren mit Kosten von 70 Mio. Euro ausgebaut; mit diesem neuen Teilstück wird faktisch der gesamte westungarische Bahnverkehr von der Raaberbahn betrieben.

Der Firmensitz der Raaberbahn befindet sich in Sopron, die Betriebsdirektion in Wulkaprodersdorf. Selbst die Wirren nach dem Ersten und nach dem Zweiten Weltkrieg konnten der Bahn nichts anhaben, sie ist und bleibt der wichtigste Transpannonische Schienenweg.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Wirtschaftspressedienst
Peter Karl ZIWNY
1016 Wien, Stadiongasse 6-8
Tel.: 408 22 04/12
Tel.: 0676/934 82 53
E-Mail: wirtschaftspressedienst@voewg.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VGW0001