Teure Mieten: Arbeiterkammer fordert Zinssenkung

Klagenfurt (OTS) - In einer Reaktion auf die gestrige ORF-Streitkultur, bei der einmal mehr die drastische Erhöhung der Mietkosten in Kärnten aufgezeigt wurde, erneuert AK-Präsident Günther Goach die Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Wohnbeihilfe und der Einbeziehung der Betriebskosten in deren Berechnung. In Anbetracht der erhöhten Rückzahlungsraten bei den Wohnbau-Darlehen, verlangt die Arbeiterkammer, dass mit den Banken rasch Zinssatzsenkungen bzw. Laufzeitverlängerungen ausverhandelt werden.

"Die aktuelle Diskussion bekräftigt die Warnungen der Arbeiterkammer Kärnten, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich ohne Beihilfen eine Wohnung nicht mehr leisten können", betont Goach. Bereits nach der großen Mietpreiserhebung im Mai und Juni 2006 hat die AK darauf hingewiesen, dass die Kärntner für ihre Wohnkosten einen immer größeren Teil ihres Einkommens aufwenden müssen. Wie die AK-Umfrage ergab, sind die Gesamtwohnkosten in Genossenschaftswohnungen seit dem Jahr 2002 um 22 Prozent gestiegen, in Privatwohnungen um fünf Prozent.

Die Betriebskosten machen rund ein Drittel der Wohnkosten aus. Die AK verlangt, dass die Betriebskosten deshalb ebenfalls im Rahmen der Wohnbeihilfe gefördert werden, wie das beispielsweise in der Steiermark bereits der Fall ist. Dringend nötig ist auch eine Vorfinanzierung der Wohnbeihilfe und des Heizkostenzuschusses, um Härtefälle abzufedern.

Angesichts der drastisch gestiegenen Tilgungsraten bei der Wohnbauförderung 1984 verlangt die AK, dass rasch Zinssatzsenkungen bzw. Laufzeitverlängerungen mit den Banken, an die die Darlehen unter ihrem Wert verkauft wurden, ausverhandelt werden. Mit dem Verkauf hat man aus Sicht der AK ein wichtiges Steuerungsinstrument aus der Hand gegeben.

An längerfristigen Maßnahmen fordert die Arbeiterkammer:

Die Genossenschaften müssen die Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge entsprechend dem Gesetz rechtzeitig und vorausschauend vorschreiben. Die Mieten dürfen nicht, wie das in den vergangenen Jahren der Fall war, aus politischen Gründen künstlich niedrig gehalten und dann im Sanierungsfall überfallsartig erhöht werden.

Es muss entsprechend den gesellschaftlichen und demografischen Entwicklungen bedarfsgerechter gebaut werden. Wir brauchen mehr Kleinwohnungen im Genossenschaftsbereich.

Bei der Wohnbauförderung muss es eine Rückkehr zur Zweckbindung der Mittel geben.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Kärnten
Kommunikation
Mag. Christa Maurer
Tel. 050 477-2401
Fax: 050 477-2400
E-Mail: c.maurer@akktn.at
kaernten.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKK0001