Ramharter: Kündigungsschutz für Lehrlinge wird nicht aufgeweicht

Es soll künftig allerdings die Möglichkeit geben, sich von einem unwilligen bzw. unfähigen Lehrling trennen zu können

Wien (OTS) - Die Fachliste hat in der letzten Sitzung des Wiener Wirtschaftsparlamentes den Antrag gestellt, daß Lehrverträge von unfähigen oder unwilligen Lehrlingen leichter auflösbar sein sollen.

"Das ist keine Aufweichung des Kündigungsschutzes, sondern zielt darauf ab, daß Lehrlinge nicht nur Rechte sondern auch Pflichten haben", stellt dazu Karl Ramharter, Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer, fest. Und weiter, "Eine dieser Pflichten ist eben, jedes Jahr ein positives Berufsschulzeugnis zu erreichen."

Es kann nicht weiter akzeptiert werden, daß Lehrlinge, die aus Faulheit das Lehrziel verfehlen, anderen, durchaus lernwilligen Lehrlingen die Ausbildungsplätze wegnehmen. Bis jetzt konnte man einen Lehrling auch dann nicht kündigen, wenn er sein Lehrziel nicht erreicht hat.

"Im übrigen soll schon darauf hingewiesen werden, daß die neue Bestimmung nur das Recht zur Kündigung enthalten wird", führt Ramharter weiter aus. "Wenn es Gründe für den Mißerfolg wie z.B. Krankheit gibt, kann der Ausbildungsbetrieb den Lehrling ja durchaus behalten und eine zweite Chance anbieten. Kein Ausbildungsbetrieb wird sich leichtfertig von einem guten Lehrling trennen. Es ist ohnehin schwierig genug, einen solchen Lehrling überhaupt zu finden", schloß Ramharter.
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