Ottendorfer: Nicht Recht zu haben, wäre manchmal besser

Die prognostizierten Umsatzeinbrüche bei den Zigarettenverkäufen aus Automaten sind eingetreten

Wien (OTS) - Trotzdem der Obmann vom Verband der Tabaktrafikanten Wiens, Rudolf Weber, bereits vor Inkrafttreten der Umstellung der Zigarettenautomaten auf die drohenden Umsatzeinbrüche hingewiesen hat, wurde die Umstellung vollzogen. Und nun sind es einmal mehr die Trafikanten, die die Situation ausbaden müssen.

"Nicht nur, daß man die Trafikanten die Kosten für die Umstellung bezahlen ließ, haben diese jetzt auch noch die Umsatzeinbrüche hinzunehmen", empört sich Peter Ottendorfer, der stellvertretende Spartenobmann der Sparte Handel in der Wiener Wirtschaftskammer. Und weiter, "Es muß rasch eine Lösung gefunden werden, wie man den Trafikanten eine Entschädigung zukommen läßt".

Einerseits sollen die Trafikanten Ihre Funktion als Nahversorger ausüben, andererseits wird Ihnen aber fast systematisch die Existenzgrundlage entzogen. Was vor Jahren mit der Kürzung der Provisionen beim Verkauf von Briefmarken begonnen hat, findet jetzt mit den Umsatzeinbrüchen beim Automatenverkauf einen vorläufigen Höhepunkt.

"In jenen Gegenden Wiens, die einen besonders hohen Anteil an Migranten haben, sind die Umsätze bei den Automaten schlagartig gegen Null gesunken", führt Ottendorfer weiter aus. " Ähnlich ist es auch in Tourismusgebieten, weil Gäste aus dem Ausland das neue System nicht verstehen. Darüber freuen werden sich wahrscheinlich die Schmuggler. Die liefern nämlich rund um die Uhr und außerdem auch noch deutlich billiger", schloß Ottendorfer.
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