Ortstafeln: Landtagspräsident Lobnig plädiert für Kärntner Lösung

"Begrüße Runden Tisch des Landeshauptmannes" - Sozialer Friede kann nicht von Wien aus verordnet werden - Kritik an Kirche

Klagenfurt (OTS) - Der Kärntner Landtagspräsident Josef Lobnig plädiert heute in der Ortstafelfrage an die Vernunft aller Beteiligten, um eine Kärntner Lösung sicherzustellen. "Ich begrüße die Initiative des Landeshauptmannes, alle Kärntner Parteien, die Slowenenorganisationen und die Heimatverbände zu einem Runden Tisch einzuladen, um gemeinsam die Situation zu beraten und eine Lösung zu erarbeiten. Deshalb fordere ich alle eingeladenen Vertreter auf, der Einladung auch Folge zu leisten und vorbehaltlos und ohne unerfüllbare Forderungen an der Diskussion teilzunehmen."

Es sei nicht möglich, dass der soziale Friede in Kärnten von Wien aus durch die neue Bundesregierung verordnet werde. Eine Lösung der Ortstafelfrage könne es daher nur mit Kärnten und in Kärnten geben, so Lobnig. Für den Landtagspräsidenten ist die Feststellung, wer zur slowenischen Minderheit gehört und wer nicht, unabdingbare Vorraussetzung für das Zustandekommen einer Lösung. "Es kann nicht sein, dass alle Bürger die bei der Volkszählung deutsch und slowenisch als Umgangssprache angegeben haben, automatisch zur Volksgruppe gezählt werden. Für die Feststellung der zahlenmäßigen Stärke der Minderheit erscheint mir hier die Muttersprachenerhebung, etwa nach dem Vorbild des ethnischen Zensus in Slowenien, viel geeigneter."

Und Lobnig kritisiert die jüngsten Äußerungen von Bischof Alois Schwarz in der Ortstafelfrage. "Ich erwarte mir hier von der Kirche eine gewisse Distanz zu politischen Themen und eine objektive Betrachtungsweise. Für die Kirche gilt es jetzt, die Probleme im eigenen Bereich zu lösen und sich um die in den zweisprachigen Pfarren bestehenden Differenzen zu kümmern", so der Landtagspräsident abschließend.

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