Stummvoll: Auch beste Aufsicht kann kriminelle Aktivitäten nicht verhindern

Bisher kein Versagen der FMA zu erkennen

Wien (ÖVP-PK) - Keine Aufsicht der Welt kann Kriminalität abschaffen. Wenn ein geballtes Maß an krimineller Energie tätig ist, ist es für die Aufsicht wahnsinnig schwierig, diese aufzudecken. Und das scheint bei der Causa AMIS der Fall gewesen zu sein. Das erklärte heute, Dienstag, der ÖVP-Fraktionsführer im Banken-Untersuchungsausschuss Dkfm. Dr. Günter Stummvoll anlässlich der gestrigen Sitzung. ****

Für Stummvoll ist in der Causa AMIS kein Versagen der FMA zu erkennen. Dies umso mehr, als die Depotbank in Luxemburg sowie die dort aufgelegten Anlageprodukte der luxemburgischen Bankenaufsicht unterliegen. Bisher zeige sich, dass es sich hier offensichtlich um einen Betrugsfall handelt. Rund 16.000 Anleger aus Österreich und Deutschland seien dabei geschädigt worden. "Hier geht es vor allem um strafrechtlich relevante Dinge", verwies der ÖVP-Abgeordnete darauf, dass gegen zwei Geschäftsführer der AMIS auch schon wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betruges ermittelt werde und sich diese schon in U-Haft befinden.

Aus den gestrigen Ausführungen des FMA-Vorstandes Dr. Kurt Pribil gehe hervor, dass die österreichische Finanzmarktaufsicht sofort und rechtzeitig reagiert habe. Das System funktioniere einwandfrei, außer dort, wo offensichtlich kriminelle Handlungen bestünden. "Ich fände es sinnvoller, die Energien dorthin zu lenken, wie die FMA verbessert werden kann und über die Zukunft zu reden und nicht über die Vergangenheit", schloss Stummvoll.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001