Sozialpartner WKS und AK Salzburg legen Resolution vor: Stromversorgung in Salzburg sichern!

Stromkapazitäten ausbauen, Netzstrukturen sichern, Strom sparen und auf die Zukunft setzen

Salzburg (OTS) - Salzburgs Sozialpartner Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer sehen auf die österreichische und Salzburger Energiepolitik neue Herausforderungen zukommen. Es brauche angesichts des rapide steigenden Energieverbrauchs effiziente und neue Kraftwerke, sichere Netzstrukturen, mehr Bemühungen um Energiesparen und die Absicherung der öffentlichen Mehrheit an der Salzburg AG, heißt es in einer gemeinsamen Resolution von WKS und AK Salzburg. Für die WK Salzburg stellt die Resolution, deren Inhalte im WKS-Wirtschaftsparlament und im AK-Vorstand beschlossen wurden, einen weiteren notwendigen Anstoß für die Landespolitik dar, sich der Energiefrage zu stellen: WKS-Präsident Schmalz: "Salzburg braucht eine neue Energiestrategie. Eine auch in Zukunft sichere und zuverlässige Stromversorgung ist für den Standort Salzburg unverzichtbar!" AK-Präsident Siegfried Pichler: "Von Versorgungssicherheit profitieren letztendlich alle Salzburger. Eine zukunftsträchtige Energiestrategie muss verstärkt auf heimische erneuerbare Ressourcen wie die Wasserkraft setzen."
Die Sozialpartner gehen in ihrer Resolution durchaus kritisch mit der Stromliberalisierung der vergangenen Jahre ins Gericht: Die Stilllegung von Kraftwerkskapazitäten und ein Rückstau bei Investitionen in neue Kraftwerkskapazitäten hat zusammen mit einem stark steigenden Verbrauch zu einer Verknappung und damit zu rasant steigenden Preisen an den Stromhandelsbörsen geführt. Noch dazu kam es im Zuge der Liberalisierung zu Fusionen, wodurch in Europa einige wenige Konzerne zunehmend den Strommarkt und die Preise dominieren. Ausdrücklich positiv gewürdigt wird deshalb in diesem Zusammenhang auch die antizyklische Investitionspolitik der Salzburg AG, die dennoch in neue Kraftwerke investiert habe. "Für die Standortsicherung und Standortqualität Salzburgs ist es daher auch in Zukunft von enormer Bedeutung, dass die öffentliche Hand als Eigentümer die Steuerungsmöglichkeiten bei der Versorgung mit elektrischer Energie langfristig sicherstellt", heißt es in der Resolution. Ein Verkauf der Salzburg AG an ausländische Konzerne oder das Abwandern energiepolitischer Kompetenz zu anderen österreichischen Konzernen oder in ein anderes Bundesland dürfe nicht stattfinden. Die Anteilsmehrheit der öffentlichen Hand an der Salzburg AG (Stadt und Land Salzburg) müsse entsprechend sichergestellt werden, bekennen sich die beiden Sozialpartner zum öffentlichen Eigentum in der infrastrukturellen Daseinsvorsorge Salzburgs.
Weiters treten die Sozialpartner für Effizienzsteigerung und Modernisierung bestehender Kraftwerke sowie den Bau von Kraftwerken zum Nutzen erneuerbarer Energieressourcen wie Wasser, Biomasse, Wind und Sonne ein. Bei der verstärkten Nutzung heimischer regenerierbarer Ressourcen ist laut Resolution auf die Aspekte der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit ebenso Rücksicht zu nehmen wie auch auf die regionalspezifischen Produktionsmöglichkeiten.
Besorgniserregend ist für die Sozialpartner der überdurchschnittliche Anstieg des Stromverbrauchs, wobei ein zunehmend geringerer Anteil des Strombedarfs mit Salzburger Erzeugungskapazitäten gedeckt werden kann. Notwendig sei daher eine umfassende landesweite Strategie zur Ausschöpfung der Einsparpotenziale. Diese Strategie sollte wesentlicher Teil eines neuen Energieleitbildes sein, das unverzüglich in Angriff genommen werden sollte.
Und nicht zuletzt treten die Sozialpartner für einen zügigen Ringschluss der 380-kV-Leitung von St. Peter (OÖ) nach Elixhausen und darüber hinaus nach Kaprun ein. Diese Leitung sichere nicht nur die Versorgung des ganzen Bundeslandes und damit auch des Wirtschaftsstandortes Salzburg ab, sondern sei auch als Ringschluss für die Stromversorgung von ganz Österreich von zentraler Bedeutung. Selbstverständlich müssten dabei auch ökologische Aspekte Beachtung finden. Die neue Trassenführung der 380-kV-Leitung bringe für zahlreiche Siedlungsgebiete entlang der derzeit bestehenden 220-kV- und 110-kV-Leitung eine wesentliche Entlastung des Landschaftsbildes und auch eine Verbesserung bei der Immissionsbelastung durch Elektrosmog. Eine Verzögerung des Projekts erhöhe nur die Gefahr von teuren Stromausfällen, warnen die Sozialpartner.

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