Schweiz: Gut unterwegs, aber geringeres BIP-Wachstum als Euro-Raum

Wachstumsboom ist vorbei - trotzdem gute Exportchancen für die österreichische Wirtschaft

Wien (PWK006) - Wie eine eidgenössische Bundes-Expertengruppe soeben feststellt, ist in der Schweiz nach dem starken Jahr 2006 (BIP-Wachstumsprognose unverändert +2,7%) mit einem Wirtschaftswachstum von jeweils 1,7% für 2007 und 2008 zu rechnen, also auch deutlich weniger als im Euroraum. Die seit Mitte 2006 verstärkte Erholung auf dem Arbeitsmarkt sollte sich aber fortsetzen und auch die Inflationsrate 2007/2008 mit rund 1% tief bleiben.

"Die Wachstumsverlangsamung in der Schweiz wird maßgeblich auf eine empfindliche Dämpfung des schweizerischen Exportbooms der letzten Jahre zurückgeführt", sagt Ingomar Lochschmidt von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. "Obwohl die Expertengruppe hauptsächlich die verlangsamte US- und Weltwirtschaft dafür verantwortlich macht, glauben wir doch auch wieder einmal zu sehen, dass sich währungspolitische Exportimpulse bestenfalls kurzfristig auswirken können." Trotzdem stehen die Vorzeichen für österreichische Exporte in die Schweiz 2007 besonders gut - die private Konsumnachfrage in der Schweiz wird dank steigender Beschäftigung (eine Arbeitslosenrate von durchschnittlich 2,8% ist für 2007 prognostiziert) und weiterer Erhöhung der Realeinkommen auch 2007 lebhaft bleiben und eine wesentliche Konjunkturstütze bilden. Lochschmidt: "Gerade für Konsumgüter plant die AWO - nach dem höchst erfolgreichen Verlauf einer Marktsondierungsreise Einzelhandel Ende Dezember - in den nächsten zwei Jahren eine Reihe von außenhandelsfördernden Veranstaltungen, u.a. Warenhauswochen in den größten schweizerischen Einzelhandelsketten." Im Frühjahr 2007 sind auch mehrere Messebeteiligungen in der Form von Katalogausstellungen oder Gruppenständen in der Schweiz geplant (u.a. Bauwirtschaft und öffentliche Verwaltung), weiters stehen Seminare in Wien und Linz über die öffentliche Auftragsvergabe in der Schweiz sowie Meetings österreichischer Exporteure mit Schweizer Handelsvertretern aller Branchen in Basel Anfang März an.

Die Schweiz ist Österreichs viertwichtigster Exportmarkt (nach Deutschland, Italien und den USA, knapp vor Frankreich und Großbritannien). Das Exportvolumen machte 2006 über 4,4 Mrd. Euro (Hochrechnung basierend auf den Exportzahlen I-X/2006) aus. Lochschmidt: "Erfreulich dabei ist auch, dass wir mit der Schweiz auch einen hohen Außenhandelsüberschuss - in der Größenordnung von einer Milliarde Euro - erwirtschaften." (BS)

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