FPÖ: Ökostrom mittelfristig konkurrenzfähig

Hofer: "Bei entsprechendem Fördersystem, mehr Forschung und damit höherer Nutzungseffizienz wäre Stromgewinnung aus erneuerbaren Energieträgern sehr viel kostengünstiger"

Wien (OTS) - Immer wieder erwecken schlecht recherchierte Berichte den Eindruck, der vermehrte Einsatz erneuerbarer Energien sei für steigende Strompreise verantwortlich. Diese Darstellung ist unrichtig und als Instrument zur Verunmöglichung einer zukunftsfähigen Energiepolitik sogar gefährlich.

FPÖ-Vizebundesparteibobmann NAbg. Norbert Hofer, Umweltsprecher des Freiheitlichen Parlamentsklubs: "Hintergrund dieser Missverständlichkeiten ist das von der Strommarktaufsicht E-Control wegen der anhaltenden Nachfrage nach Ökostromanlagen erhöhte Fördervolumen für ebenjene. Unter anderem wird der geplante Ausbau von Biomasse-Anlagen von derzeit 270 Megawatt auf über 650 Megawatt zu Jahresende als Ursache erhöhter Stromkosten angeführt. Eine Interpretation, der eine völlige - und vermutlich nicht zufällige -Verdrehung der Tatsachen zugrunde liegt."

Die wahren Gründe sind, so die FPÖ, zum einen die Tatsache, dass die Kosten der Ökostromförderung ausschließlich den Haushalten und nicht der Industrie angelastet werden. Zum zweiten erhöhen Stromkonzerne seit Jahr und Tag die Verbraucherpreise nach Belieben, unabhängig von ihren steigenden Gewinnen und unabhängig von Subventionsvolumina für erneuerbare Energien.

Hofer: "Zum dritten schließlich erliegen auch einzelne Hersteller den Verlockungen des Wachstumsmarktes und es sind in der Folge die von reinem Profitstreben verursachten Preissteigerungen bei Pellets oder Solarzellen, welche kurzfristig die gesamte Branche in Verruf bringen. Man sollte die Kirche also im Dorf belassen und erkennen, dass das Preisniveau im Bereich der erneuerbaren Energien, vergleichbar der biologischen Landwirtschaft, auf mittlere Sicht primär eine Frage der Nachfrage, der Verbreitung und damit des Marktanteils ist."

Je entschlossener die entscheidungsbefugte Politik die Weichen in Richtung österreichische Energie-Autonomie stellt, Preise nach Maßgabe dieses Zieles reguliert und Rohstoff-Exporte entsprechend kontingentiert, um so kürzer werden Amortisationsphasen und um so rascher wird sich der Umstieg auf nachhaltige Energieträger für den Verbraucher rechnen.

In Fragen der Umweltverträglichkeit, der steten Verfügbarkeit und Import-Unabhängigkeit und damit: der Versorgungssicherheit, können fossile Brennstoffe den Zukunftshoffnungen Biomasse, Solartechnik und Windkraft ohnedies nicht das - an vorderster Stelle an der heimischen Stromproduktion beteiligte - Wasser reichen.

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