Vilimksy: Scheinthema Tempo 100 - Transitlawinen sind das wahre Problem!

Radikale Transit-Einschränkung ist Herausforderung und Aufgabe für kommende Bundesregierung

Wien (fpd) - "Die jüngst im Namen von Gesundheits- und
Umweltschutz verhängten verkehrspolitischen Maßnahmen sind ineffektiv (etwa Tempo 100-Zonen auf Autobahnen) oder stiften mehr Schaden als Nutzen (wie Licht am Tag für PKW). Statt mit derartigen Scheingefechten weiterhin die Autofahrer zu schikanieren, ist die kommende Bundesregierung gut beraten, endlich die wahren Verkehrsprobleme unseres Landes in Angriff zu nehmen", so heute FPÖ-Verkehrssprecher, Generalsekretär NRAbg. Harald Vilimsky. ****

An erster Stelle sei hier der ausufernde Transit-Verkehr zu nennen. Seit dem EU-Beitritt 1995 habe sich der Alpen-Transit durch Österreich mehr als verdoppelt. Durch Österreich rollen mittlerweile doppelt so viele LKWs wie durch die Schweiz und Frankreich zusammen. Der Transitverkehr auf der Tauern-Autobahn habe sich vervierfacht. Über den Semmering sei eine Versechsfachung, über den Wechsel eine Verachtfachung des Transitaufkommens von 1994 festzustellen. Über den Brenner, der gegenüber 1994 eine Verdoppelung des Schwerverkehrs aufzuweisen hatte, stiegen die Transitfahrten von Sattelschleppern und LKWs 2006 um weitere 5 Prozent, auf 1,9 Millionen Befahrungen, erläuterte Vilimsky.

Hier liege die Kardinalursache der verkehrsbedingten Umwelt- und Gesundheitsbelastung. Die von Kulissenschiebereien und Pseudo-Maßnahmen gekrönte Scheindiskussion der letzten Jahre habe indes zu keiner Reduktion der gefährlichen Schadstoff- und Feinstaubbelastungen geführt. Weiterhin sei ein rapider Anstieg von Allergien, Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen unter österreichischen Kindern festzustellen. Verursacht von den menschenverachtenden "Gesetzen des freien Handels" und damit jener Sinnlos-Transporte, die Waren zur Verarbeitung mehrfach quer durch Europa karren, ehe sie als fertige Produkte zum Ausgangsort ihrer emissionsreichen Reise zurückkehren.

Die kommende Bundesregierung sei somit gut beraten, die Schikanen für heimische Autofahrer zurückzunehmen und sich dafür dem wahren Problem zu widmen, nämlich den immer größer werdenden Transitlawinen. Hier müsse eine radikale Einschränkung stattfinden, fordert Vilimsky.(Schluß)

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