Schantl: Mehr Aufmerksamkeit der Gesundheit widmen

Von Schüssel angekündigte Beitragserhöhungen dürfen nicht wieder vermehrt zu Lasten von kleinen und mittleren Einkommen gehen.

Klagenfurt (SP-KTN) - "Die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage
auf Euro 5000, die nur jene treffen würde, die mehr als Euro 3840 brutto pro Monat verdienen und Klein- und Mitteleinkommen nicht zusätzlich belasten würde, ist eine Maßnahme mit der die Finanzierung des österreichischen Gesundheitssystems in Zukunft erleichtert und gesichert werden würde", sagte heute Kärntens Gesundheitslandesrat Dr. Wolfgang Schantl. Er ruft die amtierende Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat und die ÖVP-Koalitionsverhandler dazu auf, konstruktive Vorschläge zur Lösung wichtiger Fragen nicht stur abzulehnen, nur weil sie von der SPÖ kommen.

"In Kärnten arbeiten wir erfolgreich daran, das Gesundheitsversorgungssystem effizienter zu gestalten und Kosten bei gleichzeitigem Qualitätsausbau einzusparen", sagte der engagierte sozialdemokratische Gesundheitspolitiker, der als Beispiel die Leistungsangebotsplanung und einen weiteren Ausbau der Kooperationen zwischen den verschiedenen Krankenhausträgern sowie - im Sinne einer integrierten (vernetzten) Versorgung - zwischen intra- und extramuralem Bereich nannte.
Eine besonders wichtige Rolle werde auch in Zukunft der Gesundheitsvorsorge zukommen. "Entsprechende Maßnahmen, wie wir sie in Kärnten schon breit gesetzt haben, werden auf lange Sicht wesentlich dazu beitragen, dass sich die Kostenentwicklung im Gesundheitsbereich deutlich positiver auswirkt", so Schantl. Vor allem aber, und darum sollte es in erster Linie gehen, wird sich durch verstärkte Prävention auch der Gesundheitszustand der Bevölkerung verbessern.

Fest stehe, dass uns Gesundheit immer etwas kosten wird. Es dürfe aber auf keinen Fall sein, dass die gestern, Freitag, von Schüssel angekündigte Beitragserhöhung wieder stärker zu Lasten der Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen geht. "Im Sinne einer verantwortungsvollen Gesundheitspolitik, die sich am Bedarf der PatientInnen orientiert, muss die künftige Regierung einen gleichen Zugang zu Gesundheitsleistungen, eine bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige und für Alle leistbare medizinische Versorgung zum Wohle der gesamten Bevölkerung sicher stellen", so Schantl.

Gleichzeitig erneuerte Schantl auch seine Forderung nach einem generellen Rauchverbot in der österreichischen Gastronomie. "Nur so können Nichtraucher auch wirklich effektiv geschützt werden, wie es uns immer mehr Länder vorzeigen." Alle jene Stimmen, die nun versuchen durch unüberlegte, unverantwortliche Unkenrufe und an den Haaren herbeigezogenen Argumenten noch schnell politisches Kapital auf dem Rücken der Bevölkerung zu gewinnen, sei gesagt: "Vertretern von demokratisch gewählten Parteien muss die Gesundheit aller Menschen mehr wert sein, als kurzfristige mediale Präsenz um jeden Preis", so Schantl, der innerhalb der BZÖ offensichtliche große Kommunikationslücken ortet und sich abschließend fragte, ob die Herren BZÖ-Politiker Westenthaler und Grosz eigentlich wüssten, dass sich selbst der "Vater" der orangen Partei, der Kärntner Landeshauptmann Haider, schon vor Wochen ebenfalls für ein generelles Rauchverbot ausgesprochen hat.
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