Der ÖAMTC wächst kontinuierlich auf 1,65 Millionen Mitglieder

Rückblick 2006: Fahrsicherheitszentren erwirtschafteten ein Plus von 6,7 Prozent, Pannenhilfe verzeichnete Einsatzrekord im Jänner

Wien (OTS) - Die Zahl der ÖAMTC-Mitglieder ist im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 1.650.536 gestiegen. Der ÖAMTC ist damit der fünftgrößte Automobilclub Europas. Rund 60 Prozent der ÖAMTC-Mitglieder beziehen regelmäßig auch einen Schutzbrief.

Tendenz stark steigend heißt es auch in den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren: Über 120.000 Kursteilnehmer, darunter 44.300 Führerschein-Neulinge, haben 2006 in den neun Anlagen des Clubs trainiert. Dazu kommen 100.000 Kinder, die im Vorjahr an den Kinderverkehrserziehungsprogrammen des Clubs (wie z.B. Blick&Klick oder Hallo Auto) teilgenommen haben. Die ÖAMTC-Tochter Test & Training hat im Vorjahr 14,3 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, das ist ein Plus von 6,7 Prozent. Neben zahlreichen technischen Innovationen (z.B. Lichthindernis für Motorradtrainings) wurde 2006 auch das Kursangebot ausgeweitet, unter anderem im Bereich Berufskraftfahrer-Weiterbildung (Trainings für Lkw, Busse, Einsatzfahrzeuge, Tankwagen und Transporter).

785.000 Panneneinsätze im Jahr 2006 - in Wien streikten die meisten Autos

Rund 785.000 Panneneinsätze gab es 2006 österreichweit, so die vorläufige Bilanz der ÖAMTC-Pannenhilfe. Autokiller Nummer eins sind nach wie vor schwache Autobatterien. Die meisten Pannen gab es im Jänner 2006. Die langanhaltende Kälte bescherte den Gelben Engeln den einsatzstärksten Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch im Juli waren die Pannenhelfer hitzebedingt im Dauerstress.

Am häufigsten streikten im Vorjahr Fahrzeuge in Wien (mehr als 195.000 Einsätze), gefolgt von Niederösterreich (120.000), Oberösterreich (114.000), Steiermark (103.000), Tirol (88.500), Kärnten (57.000), Salzburg (54.000), Vorarlberg (27.500) und Burgenland mit 26.000 Einsätzen. Neun von zehn liegengebliebenen Fahrzeugen konnten vor Ort wieder flott gemacht werden. Auch die Mitarbeiter auf den Stützpunkten in ganz Österreich hatten viel zu tun. Jeder siebente Autofahrer hat das Pickerl beim ÖAMTC machen lassen. Rund 550.000 Überprüfungen nach §57a haben die Club-Techniker im Jahr 2006 durchgeführt.

1,5 Millionen Anrufe bei der ÖAMTC-Nothilfe

Rund 1,5 Millionen Anrufe, von der Autopanne bis zum Urlauber in Not, erhielt die ÖAMTC-Nothilfe im vergangenen Jahr. Bei der Schutzbrief-Nothilfe trafen mehr als 130.000 Anrufe ein. Das ist eine Steigerung zu 2005 um über acht Prozent. In Spitzenzeiten, besonders in den Sommermonaten, gab es oft bis zu 1.000 Anrufe täglich.

Für insgesamt 1.800 verletzte oder erkrankte Österreicher organisierte der ÖAMTC Krankentransporte. Großteils mit Linienflugzeugen - oft in Begleitung eines Arztes oder Sanitäters -mit Rettungswagen, oder mit einem Lotsenfahrer im eigenen Auto. Der ÖAMTC-Ambulanzjet, eine "fliegende Intensivstation", musste 77 Mal starten. Außerdem wurden 6.000 ausgefallene Fahrzeuge über weite Distanzen heim geholt und für 15.000 Urlauber die Rückreise organisiert.

Acht Millionen Seitenzugriffe pro Monat auf der Hompage des Clubs

Die Arbeit des Clubs für seine Mitglieder schlägt sich auch bei den Homepage-Zugriffen nieder. Im Jahr 2006 griffen durchschnittlich 500.000 Nutzer pro Monat fast acht Millionen Mal auf www.oeamtc.at zu. Am beliebtesten waren der Routenplaner mit 1,45 Millionen Seitenzugriffen, gefolgt von der Spritpreis-Abfrage (443.522) und dem Verkehrsservice (311.199).

Einsatzrekord für die Flugrettung

Mit 16.414 Alarmierungen gab es im Vorjahr einen neuen Einsatzrekord der Flugrettung. Leider ist die Zahl der nicht verrechenbaren Einsätze überproportional gestiegen. In Ostösterreich wird mittlerweile jeder zweite Einsatz von den Krankenkassen nicht bezahlt, weil es sich entweder um einen echten Fehleinsatz handelt, oder die Krankenkassen im Nachhinein feststellen, dass der Einsatz eines Rettungshubschraubers medizinisch nicht notwendig gewesen wäre. Die ÖAMTC-Flugrettung muss in diesen Fällen die Kosten des Einsatzes selbst tragen, obwohl die Entscheidung, den Hubschrauber zu holen, von anderen getroffen wurde. Bei der ÖAMTC-Flugrettung ist man aber zuversichtlich, dass es im kommenden Jahr in gemeinsamen Gesprächen mit den betroffenen Einsatzleitstellen und der Sozialversicherung zu einer wesentlichen Verbesserung dieser für den ÖAMTC auf Dauer nicht akzeptablen Situation kommen wird.

Österreich hat ein international anerkanntes Notarzthubschraubersystem. Im Vorjahr war der Notarzthubschrauber durchschnittlich 13 Minuten nach der Alarmierung am Notfallort, nach 45 Minuten wurde der erstversorgte Patient einem für diesen Notfall geeigneten Krankenhaus übergeben. Hunderte Menschen verdanken dieser schnellen Hilfe aus der Luft ihr Leben.

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