Stellungnahme des Außenministeriums zur Hinrichtung von Saddam Hussein

Wien (OTS) - Österreich hat sich international immer gegen die Straflosigkeit, gerade auch von höchsten politischen Verantwortungsträgern, eingesetzt.

Österreich unterstützt daher konsequent Bemühungen für rechtsstaatliche Verfahren und für eine wirksame internationale Strafgerichtsbarkeit - etwa durch den Internationalen Strafgerichtshof.

Österreich lehnt die Todesstrafe aus prinzipiellen Gründen ab und tritt für deren weltweite Abschaffung ein.

Dies gilt ohne Ausnahme und unabhängig von der Art und Schwere der begangenen Verbrechen.

Unzweifelhaft dokumentiert ist die Schuld Saddam Husseins an der Unterdrückung des eigenen Volkes und der Ermordung politischer Gegner und unschuldiger Zivilisten.

Österreichs prinzipielle Haltung gegen die Todesstrafe gilt jedoch auch in diesem Fall.

Österreich hofft, dass die Irakerinnen und Iraker die Kraft finden werden, an der Versöhnung und der nationalen Einheit ihres Landes zu arbeiten.

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