Maier fordert einheitliche Sicherheitsstandards bei Feuerwerkskörper und Silvesterkracher

Zahl der Verletzten durch Raketen und Böller weit höher als von Ministerium angegeben

Wien (SK) - "Die Verletzungen und Schäden um Silvester verursacht durch Raketen und Böller werden in der Öffentlichkeit seit Jahren unterschätzt", sagte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die vom Gesundheitsministerium bekanntgegebenen Zahlen mit 350 Verletzten in ganz Österreich, die stationär behandelt werden müssen, können nicht stimmen, so Maier in diesem Zusammenhang. Denn alleine in der Stadt Salzburg wurden im vergangenen Jahr 110 Verletzte zu Silvester in Krankenhäusern behandelt. HNO-Ärzte gehen von ca. 1.000 Hörschäden pro Silvesterfeier aus. In Salzburg haben vergangenes Jahr zwei Menschen ein Auge durch Böller verloren, in der Steiermark sei sogar ein Mann ums Leben gekommen, so Maier. ****

Die Strafanzeigen wegen Körperverletzung und wegen Sachbeschädigungen nahmen in den vergangenen Jahren zum Teil dramatisch zu. Die Zahl der Anzeigen gegen das pyrotechnische Gesetz stieg vergangenes Silvester von 436 auf 754, wies Maier hin. Für heuer befürchtet Maier eine weitere Zunahme an Unfallschäden durch Silvesterraketen, da üblicherweise die Raketen zum Abfeuern in den Schnee gesteckt werden. "Heuer fehlt aber der Schnee, daher ist zu befürchten, dass die unsachgemäße Handhabung der Raketen stark zunehmen und damit die Unfallhäufigkeit steigen wird", so der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher.

Begrüßenswert sei in diesem Zusammenhang, dass die EU eine Richtlinie zur Vereinheitlichung der Sicherheitsstandards erlassen hat. "Wir fordern vom Ministerium, dass endlich eine systematische Unfall-Ursachenforschung in Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern betrieben werden soll", unterstrich der SPÖ-Politiker. Neben klaren und einheitlichen Sicherheitsstandards sei aber vor allem wichtig, dass die bestehenden Verbote, von der Polizei auch exekutiert werden, unterstrich Maier abschließend. (Schluss) ns

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002