Tumpel zum Jahreswechsel: Arbeitsmarkt bleibt auch 2007 Herausforderung Nummer 1

Bis 2010 fehlen zumindest 120.000 Arbeitsplätze

Wien (OTS) - "Niemand soll sich täuschen", sagt AK Präsident Herbert Tumpel, "der Arbeitsmarkt wird auch 2007 die Herausforderung Nummer 1 bleiben. Ich bin froh über jeden Arbeit Suchenden weniger. Aber eine nachhaltige Besserung am Arbeitsmarkt ist noch lange nicht in Sicht." Die Arbeitslosenrate wird auch 2007 hoch bleiben und auf Grund der Bevölkerungsprognosen wollen in den nächsten fünf Jahren rund 70.000 Menschen zusätzlich zu den bereits jetzt Arbeit Suchenden einen Arbeitsplatz. Dazu kommt, dass durch die weitere Anhebung des Pensionsantrittsalters 50.000 länger am Arbeitsmarkt bleiben werden und diese Arbeitsplätze für Nachrückende erst später frei werden. In den nächsten Jahren fehlen zumindest 120.000 neue Arbeitsplätze für jene Menschen, die zusätzlich auf den Arbeitsmarkt kommen. Außerdem werden Arbeitsplätze für die immer noch beinahe 300.000 Arbeit Suchenden und Arbeitsplätze für jene unfreiwillig Teilzeit Beschäftigten gebraucht, die eigentlich eine Vollzeitarbeit wollen. "Um diese Aufgabe lösen zu können, brauchen wir ein jährliches Wirtschaftswachstum von über drei Prozent. Jeder zehntel Prozentpunkt weniger Wachstum bedeutet 3.000 Arbeitsplätze weniger. Und wir können auf keinen Arbeitsplatz verzichten. Ich erwarte mir von der neuen Regierung, dass sie alle Anstrengungen für mehr Wachstum und Beschäftigung unternimmt und dafür auch die geeigneten Maßnahmen ergreift", sagt Tumpel.

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