Logistikbranche rechnet mit gutem Geschäftsgang

Salcher: "Wettbewerbsfähigkeit des Logistikstandortes auf die Agenda der neuen Regierung" - Schwerpunkte der Branche für 2007

Wien (PWK869) - Die heimische Speditions- und Logistikbranche geht voller Optimismus in das Jahr 2007, so der Obmann des Fachverbands Spedition & Logistik in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans-Dieter Salcher. Die gute Konjunkturentwicklung habe schon 2006 für volle Auftragsbücher gesorgt. Die Branche rechne weiter mit einem soliden Wirtschaftswachstum, guten Konjunkturzahlen und Exportwerten. Auch die steigende Konsumneigung habe sich positiv in Transport und Frachtnachfrage umlegen lassen.

"Alle großen Industriestaaten melden für 2006 ein ordentliches Wirtschaftswachstum. Obwohl erste Frühindikatoren ein schwächeres Wachstum für die USA und den Euroraum ausweisen, gehen wir 2007 von einer weiterhin soliden Entwicklung aus", stellt Salcher fest.

Vor diesem Hintergrund stehen, so Salcher weiter, den Verladern mit Sicherheit harte Preisverhandlungsrunden ins Haus. Bereits in diesem Jahr stiegen die Frachtraten im Transportbereich deutlich. Konnte man die höheren Kosten bisher durch Effizientsteigerungen wettmachen, so müssen diese nun weitergegeben werden. "In Zukunft ist daher mit steigenden Kosten zu rechnen".

Von der neuen Regierung erwarte man sich, dass der Logistikstandort und die Wettbewerbsfähigkeit auf der Agenda stehen. Das globale ökonomische Gravitationszentrum wandere zunehmend nach Südostasien. Entscheidungen über Produktionsstandorte hängen, so Salcher, neben niedrigen Lohnkosten oder dem Grad der Ausbildung immer öfter von einer funktionstüchtigen Transportinfrastruktur ab. Daher seien auf allen Ebenen innovative Konzepte zur Steigerung der Transport- und Energienutzungseffizient nötig. Der Schiffstransport gehöre weiterhin zu den energiesparendsten und umweltfreundlichsten Möglichkeiten, Waren und Menschen zu befördern. Das Wachstum des Transportgütersektors werde allerdings weiter vornehmlich auf der Straße stattfinden. Gerade im Zuge der EU Osterweiterung biete jedoch der Gütertransport über die Wasserstraße ein großes, bisher noch wenig genutztes Potenzial. "Das kann wirklich zu einer wettbewerbsfähigen Alternative zu Straße und Schiene werden. Daher erscheint mir die Umsetzung des europäischen Aktionsplanes zur Binnenschifffahrt nötig", hält Salcher in diesem Zusammenhang fest. Neben der Engpassbeseitigung - Stichwort "Flussbauliches Gesamtprojekt östlich von Wien" bzw. Straubing und Filzhofen - ist nach Meinung des Sprechers der Logistikbranche auch die Anbindung der Donau an den Donau-Oder-Elbekanal eine visionäre verkehrspolitische Notwendigkeit und Entwicklungschance. Hier könnte sich Österreich als "Hafen-Drehkreuz" zwischen Asien und Europa gut etablieren.

Die Luft- und Seefracht vor allem im Verkehr mit dem asiatisch/pazifischen Raum sollte auch 2007 weiter expandieren. Die spezialisierten Logistikdienstleister beurteilen ihre Aussichten ebenfalls günstig. Dagegen laufe es im Straßengüterverkehr noch nicht richtig rund. Hohe Dieselpreise, Kfz-Steuer, die Maut, ausländische Billigkonkurrenz und unzureichende Harmonisierungsregelungen "sind für viele Unternehmen Anlass zur Sorge", schließt Salcher seine Überlegungen. (hp)

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