Leitl: Hilfe für Tsunami-Opfer geht auch zwei Jahre nach der Katastrophe weiter

Aktion "Wir bauen Leben" von WKÖ und Partnern stellte bisher drei Millionen Euro für Hilfsprojekte bereit

Wien (PWK868) - "Angesichts der schrecklichen Naturkatastrophe in Asien, einer Katastrophe, die all unsere bisherige Vorstellungskraft übertroffen hat, möchte ich allen Österreichern sowie den österreichischen Unternehmen danken, die den Menschen in der zerstörten Region, aber auch den betroffenen Österreichern durch großzügige Spenden geholfen haben", sagte WKÖ-Präsident Christoph Leitl anlässlich des zweiten Jahrestages der Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember.

Direkt nach der Tsunami beschlossen die Wirtschaftskammern Österreichs (WKÖ), die Industriellenvereinigung (IV), das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) und die Tageszeitung "Die Presse" spontan die gemeinsame Aktion "Wir bauen Leben" für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien. Rund 600 österreichische Unternehmen haben sich beteiligt. Insgesamt stehen für "Wir bauen Leben" rund 3 Millionen Euro zur Verfügung. Alle Projekte wurden und werden vor Ort vom Hilfswerk Austria abgewickelt. Leitl: "Zur logistischen Unterstützung sind die Außenhandelsstellen der WKÖ in den betroffenen Gebieten seit Beginn direkt in die Umsetzung mit eingebunden." Bei den Projekten der Hilfsaktion war und ist es das ausdrückliche Ziel, "neben dem physischen Wiederaufbau auch eine langfristige Hilfe zur Selbsthilfe unter Einbindung der lokalen Bevölkerung zu leisten und den nachhaltigen Wiederaufbau zu garantieren", erklärt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Dem entsprechend wurden die Ziele der Aktion "Wir bauen Leben" als dreistufiges Modell definiert:
Wirtschaft & Wiederaufbau, Bildung & Ausbildung sowie Gesundheit & Soziales.

Heidi Burkhart, Geschäftsführerin Hilfswerk Austria, die alle Projekte persönlich betreute, zieht eine positive Zwischenbilanz:
"Besonders hervorheben möchte ich die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern. Alle Projekte sind zügig vorangegangen und haben in den betroffenen Regionen nachhaltige positive Entwicklungen bewirkt, besonders im wirtschaftlichen Bereich. Mein besonderer Dank gilt den österreichischen Unternehmen, die sich an der Aktion beteiligt und uns auch während der Umsetzung begleitet und unterstützt haben."

Durch "Wir bauen Leben" konnten bisher bereits zehn von insgesamt 19 geplanten Projekten abgeschlossen werden:
In Sri Lanka der Ankauf von Kokosnussfaser-Spinnrädern, Nähmaschinen und Booten, der Wiederaufbau von zwei Fischerdörfern (Rajawatta und Wellabada), die Wiederherstellung von Mikro- und Kleinunternehmen, die Errichtung eines Schulungszentrums für nachhaltigen Fischfang sowie die Errichtung einer Schulsportanlage. Drei weitere Projekte laufen noch (Modernisierung der Technical School in Balapitiya, Modernisierung/Bau einer Tourismusschule sowie Mobile Kliniken).
In Indonesien sind die Projekte Wiederaufbau von Klein- und Mittelbetrieben sowie Wiederherstellung von Schulen in Calang abgeschlossen. Es laufen noch: KMU-Belebung in Lamno, Wiederaufbau des Dorfes Meudang Ghon in Lamno, Renovierung des Behindertenheimes Desa Santan sowie der Wiederaufbau des Meuraxa Krankenhauses in Banda Aceh.
In Thailand das Austrian-Phuket Community Center, abgeschlossen ist auch der Ankauf von Booten in Krabi, PhangNa und Ranong.
In Indien läuft ein Projekt - die Errichtung des Mudasalodai Community Centers.

Das jüngste, fertig gestellte Projekt wurde am 15. Dezember 2006 eröffnet. Dabei handelt es sich um das Austrian-Phuket Community Center, ein Gemeindezentrum in Phuket/Thailand mit Schulungswerkstätten für lokaltypische Produkte, einem Kindergarten, einer Bibliothek und einem Gesundheitszentrum. Das Projekt wurde schon in den ersten Tagen nach dem Tsunami von der österreichischen Außenhandelsstelle Bangkok gestartet. Bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung waren neben österreichischen Handelsdelegierten Oskar Andesner, dem österreichischen Botschafter Arno Riedel, der Leiterin des Hilfswerk Austria Heidi Burkhart und österreichischen Firmenvertretern auch hochrangige thailändische Politiker anwesend, darunter der Gouverneur von Phuket, Witchan Butpavanit, Bürgermeisterin Khun Anchalee sowie der Vorsitzende der demokratischen Partei Thailands, Abhisit Vejjajiva. (BS) Spendenkonto: PSK 90.001.002, Kennwort "Tsunami"

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