Heinzl: "Schmalspurautobahnen" der ASFINAG für Niederösterreich undenkbar

Sanierung der "Sparautobahn" S 33 verschlang Millionen Euro

St. Pölten, (SPI) - Der Vorstoß der Autobahngesellschaft ASFINAG, konkret von Vorstand Mathias Reichhold, wonach aufgrund ihres massiven Schuldenberges, angehäuft in den letzten Jahren, zukünftig vermehrt einspurige "Sparautobahnen" gebaut werden sollen, löst bei St. Pöltens SPÖ-Nationalrat und Mitglied des parlamentarischen Verkehrsausschusses, Anton Heinzl, nur Kopfschütteln aus. "Wir haben im Bezirk St. Pölten unsere Erfahrungen mit ‚Sparautobahnen’. Die S 33, die Schnellstraße zwischen Krems und St. Pölten, wurde ehemals in einer derartigen Sparvariante gebaut, was zur Folge hatte, dass die Unfallhäufigkeit im Vergleich zu anderen Autobahnen- und Schnellstraßen massiv anstieg. Es gab jedes Jahr dutzende schwere Unfälle mit Schwerverletzten und Toten - vor allem die fehlende Mitteltrennung machte die S 33 zur ‚Todesstrecke’. Letztlich musste die S 33 in den vergangenen Jahren mit einem Millionenaufwand saniert und zweispurig inkl. Mitteltrennung ausgebaut werden. Es wäre geradezu ein Schildbürgerstreich, jetzt neue Autobahnen ebenso unfallgefährdend zu bauen und in wenigen Jahren wieder Millionenbeträge für Sanierungen in die Hand nehmen zu müssen. Wenn bei der ASFINAG gespart werden soll, dann könnte man durchaus beim Vorstandsgehalt von Reichhold beginnen", so Heinzl in Richtung ASFINAG.****

Der Bezirk St. Pölten wäre ja bei einem bereits beschlossenen, aber offenbar noch nicht gesicherten Vorhaben, der S 34 von St. Pölten ins Traisental, betroffen. "Eine S 34-Sparvariante kommt nicht in Frage -denn der NÖ Zentralraum, die Landeshauptstadt St. Pölten und die Stadtgemeinde Wilhelmsburg brauchen eine leistungsfähige S 34 inklusive einer großzügigen Umfahrung von Wilhelmsburg - und zwar gleichzeitig verwirklicht - dringendst. Eine reine Transitroute lehnen wir Sozialdemokraten ab, aber ebenso ‚Sparvarianten’, die in wenigen Jahren wieder umgebaut werden müssen. Das wäre Steuergeldvernichtung pur", so Heinzl, der gleichzeitig fordert, bei den Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen der S 34 dürfe es keine Einschränkungen geben. "Nur weil ein paar ASFINAG-Manager den Karren in den Schlamm gefahren haben, dürfen nicht die Anrainer leiden. Großzügige Lärmschutzmaßnahmen sind selbstverständlich notwendig und in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Anrainern zu planen", so Heinzl.
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