Alle Jahre wieder - Christbaumbrände können leicht vermieden werden

Wien (OTS) - In der Advent- und Weihnachtszeit brennt es jährlich mehrere hundert Male in Österreich. Die meisten Brände zwischen 24. Dezember und 6. Jänner gehen auf unbeaufsichtigte erleuchtete Adventkränze und Christbäume zurück. Obwohl sich die Brandfälle in Österreich in Grenzen halten - im Nachbarland Deutschland gehen die Zahlen jährlich in die Zehntausende - sind die meisten der Schäden leicht vermeidbar. Obwohl der Versicherungsschutz in verschiedenen Varianten greift, ist doch erhöhte Vorsicht geboten.

Aufgrund der guten Präventionsarbeit von Feuerwehr, Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) sowie den österreichischen Versicherern konnte die Zahl der durch unbeaufsichtigte Kerzen ausgelösten Brandschäden in den letzten Jahren gering gehalten werden. Dennoch fallen mehrere hundert Brände jährlich in die Jahreswechsel-Zeit zwischen 24.12. und 6.1. des darauf folgenden Jahres. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Feuerwehr anrücken muss, ist verglichen mit dem Rest des Jahres, viermal höher (Quelle: KfV). Die Beachtung einiger einfacher Sicherheitsvorkehrungen kann Anzahl und Höhe der Schäden weiter verringern helfen.

Welcher Versicherungsschutz greift

Die Sachschäden, die durch Adventkranz- oder Christbaumbrände im Normalfall verursacht werden können, sind meist in der Haushalt- oder Gebäudeversicherung gedeckt.

In der Haushaltversicherung ist der gesamte Hausrat der in der Polizze angegebenen Wohnung versichert. Sie inkludiert auch die Versicherungsleistung im Brandfall, ebenso wie damit zusammenhängende Aufräum-, Reinigungs- und Löschkosten. In jeder Haushaltsversicherung ist ergänzend zum versicherten Hausrat auch eine private Haftpflichtversicherung enthalten, die etwa Brandschäden, die der Versicherungsnehmer oder dessen Kinder als Gäste in einem fremden Haushalt oder Gebäude - nicht vorsätzlich - verursachen, deckt. So genannte "Sengschäden" sind nicht standardmäßig aber schon recht häufig in Haushaltsversicherungen inkludiert - ein Blick in die Versicherungspolizze lohnt sich, sie zählt alle Deckungen und Ausschließungen auf.

Die Eigenheim- bzw. Gebäudeversicherung deckt Schäden am Haus selbst, etwa an der Fassade. Auch wenn ein Gebäude durch einen Brand im Nebenhaus Schäden erleidet, sollte dieser Umstand auch dem eigenen Gebäudeversicherer gemeldet werden, da etwa der Neuanstrich einer Fassade Sache der Gebäudeversicherung des Hausbesitzers ist.

Trotz Versicherungsschutz vorsichtig sein

Auch wenn grundsätzlich Versicherungsschutz besteht, sollten beim Hantieren brennender Kerzen gewisse Vorsichtsmaßnahmen stets beachtet werden. Bei Nachweis so genannter "grober Fahrlässigkeit" kann die Versicherung sonst leistungsfrei werden.
Das Einhalten einiger einfacher Sicherheitstipps kann Schäden samt deren unangenehmen Folgen vermeiden:

  • Der Christbaum sollte möglichst lange kühl, etwa am Balkon gelagert werden und vor dem Austrocknen geschützt werden. Trockene Nadeln fangen schneller Feuer. Aus demselben Grund ist eine Lagerung neben der Heizung zu vermeiden.
  • Am sichersten ist die Verwendung elektrischer Christbaumbeleuchtung. Wenn man auf Wachskerzen nicht verzichten möchte, den hinteren, schlecht einsehbaren Teil des Christbaumes möglichst nicht mit Kerzen schmücken und den Baum nicht zu dicht an Vorhänge oder Wände stellen. Den erleuchteten Baum keinesfalls unbeaufsichtigt lassen.
  • Der Baum sollte in einen möglichst wasserbefüllten Ständer gestellt und so fixiert werden, dass er nicht z.B. von Kindern oder Haustieren umgeworfen werden kann. Erwachsene sollten darauf achten, Kinder nicht alleine in die Nähe von brennenden Kerzen kommen zu lassen.
  • Bei der Verwendung von Kerzenhaltern sollte darauf geachtet werden, dass diese aus einem nicht-brennbaren Material bestehen. Außerdem muss regelmäßig überprüft werden, ob die Gelenke der Kerzenhalter noch ausreichend fixiert sind. Es gibt im Fachhandel mittlerweile auch selbstlöschende Kerzen zu kaufen.
  • In der Nähe des Baums sollte ein Eimer Wasser platziert werden, und zwar so, dass der Eimer noch greifbar ist, falls der Baum umfällt. Ein Feuerlöscher erhöht die Sicherheit ebenfalls.
  • Wenn der Brand nicht mehr gelöscht werden kann, sollte man zu allererst den Raum verlassen, dann die Türen zum Brandraum schließen, die Feuerwehr alarmieren und beim Haustor warten.

Rückfragen & Kontakt:

VVO Versicherungsverband Österreich
Mag. Daniela Luger
Tel.: 01/711 56/261, Fax: 01/711 56/280
luger@vvo.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VVO0001