ÖAMTC-Crashtest: Crashkurs für Hyundais neuen Off-Roader - Kein Stern beim Fußgängerschutz (+Fotos, +Grafik, +TV-Material)

Club-Experte kritisiert blamables Abschneiden des neuen Geländewagen

Wien (OTS) - Lebensgefährlich kann es für einen Fußgänger bei einem Zusammenstoß mit dem neuen Hyundai Santa Fe werden. Der Koreaner fiel im jüngsten Crashtest mit katastrophalen Ergebnissen in der Kategorie Fußgängersicherheit durch. "Die Fahrzeugfront ist viel zu steif und aggressiv. Für einen Neuwagen ein schwacher Auftritt", kritisiert ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. In der aktuellen EuroNCAP-Crashtestserie wurden zwölf Fahrzeuge zu Schrott gefahren:
Jeweils drei aus der Kompaktklasse (Toyota Auris, Honda Civic, Mazda 3), drei aus der Mittelklasse (Hyundai Sonata, Kia Magentis, Lexus IS), drei Minivans (Skoda Roomster, Fiat Idea, Mercedes B-Klasse) und drei Off-Roader (Hyundai Santa Fe, Toyota RAV4, Hyundai Tucson).

Die Off-Roader hielten sich mittelprächtig - Problem Fußgängerschutz

Jeweils vier Sterne brachte der Crashtest den Geländewagen Hyundai Tucson, Hyundai Santa Fe und Toyota RAV4 in der Kategorie Insassenschutz. Im Frontcrash drohen allerdings gröbere Oberschenkel-Verletzungen bei Fahrer- und Beifahrer. "Die Kindersicherheit ist bei allen Fahrzeugen mit drei und vier Sternen passabel aber durchaus verbesserungswürdig", erläutert der ÖAMTC-Cheftechniker die Testergebnisse. Beim Fußgängerschutz liefern beide Koreaner ein blamables Ergebnis: Weder Stoßstange noch Motorhauben-Kante bieten Schutz. Null Punkte und kein Stern ist das schwache Ergebnis beim neuen Hyundai Santa Fe, einen mageren Stern gibt es für den Hyundai Tucson. Um einiges besser ist es um den Fußgängerschutz beim Toyota RAV4 mit drei Sternen bestellt.

Minivans - Fiat zeigt Schwäche

Groß abgeräumt haben der neue Skoda Roomster und die Mercedes B-Klasse mit fünf Sternen bei der Insassensicherheit. Bei einem 'Frontalen' mit 64 km/h und in der Seitensicherheit bieten alle drei Minivans sehr guten Schutz. Lediglich der Fiat schafft nur knapp die Vier-Stern-Marke. "Ein enttäuschendes Ergebnis. Vor allem im Frontcrash schnitt er mit nur neun von 16 erreichbaren Punkten überraschend schlecht ab", urteilt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Potenziell gefährdet im Frontcrash war der Brustbereich sowie Knie und Oberschenkel. Im Seitencrash war die Brustbelastung besonders hoch. Magere Ergebnisse gibt es für alle drei Minivans beim Fußgängerschutz. Schlechte Werte gibt es hauptsächlich im Bereich der Stoßstange und Motorhaubenkante. Insgesamt erreichte Fiat in der Kategorie Fußgängersicherheit acht Punkte und somit einen mageren Stern. Auch bei der Kindersicherheit schnitt der Idea unterdurchschnittlich ab.

Die Kompaktklasse - kleine Wunderknaben

"Mit dem Toyota Auris bringen die Japaner einen überaus passablen Kompaktwagen auf den Markt", so Lang. "Volle Punkte bei der Seitensicherheit und gute Werte beim Frontaufprall werden mit fünf Sternen bei der Insassensicherheit honoriert." Kindersicherheit wird bei Toyota ebenfalls groß geschrieben. "Außerdem gut sind die Werte beim Fußgängerschutz mit drei Sternen in dieser Kategorie. Einziger Wermutstropfen ist die harte Motorhaubenkante." Beim Mazda 3 hätte es fast für fünf Sterne gereicht. "Schwächen zeigt Mazda aber im Frontcrash. Oberschenkel, Knie und Becken sind bei einem Frontaufprall durch harte, unnachgiebige Strukturen im Armaturenbereich nicht ausreichend geschützt", sagt der ÖAMTC-Cheftechniker. Auch beim Fußgängerschutz besteht noch Aufholbedarf: Null Punkte für den harten Stoßstangenbereich, insgesamt reicht es nur für zwei Sterne bei der Fußgängersicherheit. Dass es dabei wesentlich besser geht, beweist der neue Honda Civic. Honda erreicht im Bereich der Stoßstange und Motorhaubenkante die volle Punktanzahl und kassiert in dieser Kategorie drei von vier erreichbaren Sternen. Beim Insassenschutz und bei der Kindersicherheit erreicht der Honda gute vier Sterne.

Die Mittelklasse mit "mittelmäßigen" Noten

"Auch beim neuen Kia zeigt sich, dass die Hersteller im Bereich Fußgängersicherheit noch alle Hände voll zu tun haben. Knapp einen Stern erreicht der Magentis in dieser Kategorie. Nur ein wenig besser schneidet Hyundai mit dem neuen Sonata und dem Lexus IS ab", so der ÖAMTC-Cheftechniker. Weit besser geschützt sind die Fahrzeuginsassen. Gute vier Sterne gab es für Magentis und Sonata, fünf Sterne für den Lexus. Erhebliches Verletzungspotenzial besteht im Frontcrash im Brustbereich und an den Oberschenkeln und Knien.

Hart aber gerecht - Das Urteil des ÖAMTC-Experten

Drei Sterne sind für einen Neuwagen beim Fußgängerschutz das absolute Minimum. "Davon sind einige aber noch Galaxien entfernt. Und das bei Fahrzeugen, die hervorragende Werte beim Insassenschutz erreichen", resümiert Lang. "Im Bereich der Fahrzeugfronten gibt es für Autohersteller noch jede Menge zu tun. Noten zwischen null und zwei Sternen sind nicht akzeptabel."

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