Plassnik: "Transparenz und Nachhaltigkeit sind Kernprinzipien bei der Abwicklung der Tsunamihilfe"

Wien (OTS) - "Am 26. Dezember 2006 jährt sich zum zweiten Mal der Jahrestag der verheerenden Tsunamikatastrophe im Indischen Ozean. Auch zwei Jahre danach ist der 26 Dezember für uns alle ein Tag des Besinnens, des Innehaltens, der Trauer. Aber auch ein Tag, der die weltweit füreinander empfundene und gelebte Solidarität eindrucksvoll zum Ausdruck bringt. Die Spendenbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher, aber auch die weltweite Spendenfreudigkeit haben bewiesen, dass Menschen aus unterschiedlichen Erdteilen füreinander da sein wollen, aufeinander zugehen wollen und einander beistehen wollen", sagte Außenministerin Ursula Plassnik.

"Transparenz und Nachhaltigkeit sind die Kernprinzipien für die Abwicklung der Tsunamihilfe. Unter diesen Gesichtspunkten wird die über drei Jahre angelegte öffentliche Tsunamihilfe auch umgesetzt", sagte Außenministerin Plassnik und bilanzierte, dass Bund, Länder und Gemeinden bereits im Jahr 2005 rund 20,41 Millionen Euro verbindlich an Hilfsgeldern für konkrete humanitäre- und Wiederaufbauprojekte zur Verfügung gestellt haben. Damit konnte bereits im ersten Jahr der Tsunamihilfe ein beachtlich großer Teil der zugesagten Mittel gebunden und 10,71 Millionen Euro auch ausbezahlt werden, obwohl sich die Anlaufphase schwierig gestaltet hatte. Plassnik verwies darauf, dass die genannten Zahlen auf Basis der statistischen Richtlinien des Entwicklungsausschusses der OECD erstellt wurden und nur jene Leistungen berücksichtigen, die zu hundert Prozent der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten zu Gute kommen.

Aussagekräftige Bilanzzahlen über öffentliche Entwicklungshilfeleistungen 2006 werden im 2. Quartal 2007 vorliegen.

"Transparenz und strikte Kontrolle sind für mich Kernanliegen, um dem Anspruch einer zielorientierten und professionellen Hilfe gerecht zu werden. Wir unterstützen daher auch die umfassenden internationalen Prüfungstätigkeiten von INTOSAI, der Internationalen Organisation der Obersten Rechnungshöfe, die im Interesse der Spenderinnen und Spender auf Transparenz, Nachhaltigkeit und Effizienz bei der Umsetzung von Spenden und öffentlichen Hilfsgeldern schaut. Auch der österreichische Rechnungshof hat mit einer präzisen Fallstudie die Umsetzung der österreichischen Tsunamihilfe begleitet", sagte Außenministerin Ursula Plassnik.

Konkrete Projekte gibt es in den Bereichen Wiederaufbau von Fischerdörfern und Gesundheitseinrichtungen, Wasseraufbereitung, Aufbau von Verkehrs-Infrastruktur, Wirtschaftsbelebung, Ausbildung und Tourismus. Der regionale Schwerpunkt des österreichischen Engagements liegt in Sri Lanka.

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