SPÖ-Nationalratsabgeordneter Peter Stauber: "Persönliche Freiheit hört dort auf, wo andere geschädigt werden"

Westenthalers verbale Rundumschläge zum Thema Nichtraucher-Schutz treffen auch Jörg Haider und sind völlig unangebracht

Klagenfurt (SP-KTN) - Den Versuch Westenthalers, auch in
Österreich endlich wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz der Nichtraucher umzusetzen, als "großkoalitionäre Verbotspolitik" zu disqualifizieren, zeuge nicht gerade von jenem Maße an Verantwortungsbewusstsein, für das Politiker von den Menschen in Österreich gewählt werden, sagte heute, Donnerstag, der Kärntner SP-Nationalratsabgeordnete Peter Stauber, der die Forderung seines Kärntner Parteikollegen, Gesundheitslandesrat Wolfgang Schantl, nach einem Rauchverbot in Gastronomiebetrieben unterstützt.

Selbst der BZÖ-Chef sollte laut Stauber spätestens jetzt um die Faktenlage wissen, die da lautet:

Bis zu drei Österreicher sterben laut Experten jeden Tag an Folgen des Passivrauchens, jährlich sind es 14.000. 90 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen, 25 bis 30 Prozent aller Krebserkrankungen und ein Drittel aller Herzkreislauferkrankungen mit Todesfolge werden durch das Rauchen verursacht.
Ein großer Teil der an Lungenkrebs erkrankten Patienten sind zwar Raucher und Ex-Raucher, aber auch ständige Passiv-Raucher haben ein 20 bis 40 Prozent höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Für Angestellte in der Gastronomie liegt dieses Risiko laut Experten sogar bei 50 Prozent.

Dazu kommt, dass die Ausgaben für die Folgekosten, die das Rauchen verursacht, die Einnahmen durch die Tabaksteuer in Österreich um die nicht unbeträchtliche Summe von 400 bis 700 Millionen Euro jährlich übersteigen.

"Es geht gar nicht um eine Hetze gegen Raucher, wie es Westenthaler leider immer völlig unrichtig darstellt, sondern einzig um einen nachhaltigen Schutz der Nichtraucher", so Stauber, der auch klar stellte, dass das Argument, dass ein Rauchverbot in Gastronomiebetrieben eine Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, keinerlei Gültigkeit habe, denn "persönliche Freiheit hört dort auf, wo andere geschädigt werden."

BZÖ-Politiker könnten schließlich auch nicht einfach bei Rot in die Kreuzung einfahren, weil sie sich in ihrer persönlichen Freiheit eingeengt fühlen würden.

"Außerdem dürfte der orange Politiker aus Wien dem orangen Landeshauptmann Kärntens, Jörg Haider, mit seiner Linie und seiner sturen, nicht nachvollziehbaren Haltung keinen Gefallen tun, zumal sich Herr Haider schon vor einigen Wochen ebenfalls für ein generelles Rauchverbot in Gastronomiebetrieben ausgesprochen hat", schloss Stauber.

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