Kogler nach Steger-Aussagen: Grassers Auftritt als Sparefroh unglaubwürdig

Er selbst hat durch intensive Eurofighter-Kontakte das BMLV desavouiert

Wien (OTS) - "Mit Sektionschef Dr. Steger hat sich heute ein weiterer Zeuge aus dem BM für Finanzen völlig verwundert gezeigt, dass BM Grasser bereits im Juni 2001 in intensivem Kontakt mit EADS über eine ´Eurofighter-Paketlösung´war", so Werner Kogler, Fraktionsführer der Grünen im Eurofighter-Untersuchungsausschuss. Zur Erinnerung: Auch MR Hillingrathner und der im Kabinett des Bundesministers mit dem Ankauf der Abfangjäger betraute Dr. Christl konnten sich an derartige Konzernkontakte und Firmenbesuche von BM Grasser nicht erinnern.
"Dies ist umso auffälliger, als Grasser ja bis heute weiszumachen versucht, dass er in dieser ganzen Phase vor der Ausschreibung entschlossen gegen jeden Abfangjägerkauf aufgetreten sei", so Kogler. Genau die Beamten Hillingrathner und Steger sind aber nach ihren eigenen Aussagen und auch nach der Aktenlage völlig glaubwürdig in ihren heftigen Bemühungen für die kostengünstigste Lösung in der Abfangjägerfrage.
"Ausgerechnet diese Beamten hat er trotz zahlreicher Kontakte und Besprechungen nicht über den Manching-Besuch und seine Aufgeschlossenheit gegenüber dem Eurofighter-Paket informiert. Das Grasser´sche Auftreten als Abfangjäger-Sparefroh bleibt unglaubwürdig und er wird erklären müssen, warum EADS-Aufsichtsratsvorsitzende und MAGNA-Manager mehr Kontakt zu ihm gehalten haben, als etwa zu dem zuständigen Ministerkollegen Scheibner", so Kogler und weiter:
"Wenn Grasser zurecht darauf hinweist dass das BMLV ´Herr des Verfahrens´ gewesen sein soll, so war er es selbst, der ständig versucht hat, genau diesen Status zu desavouieren. Wieder einmal gewinnt man den Eindruck, dass sich ein viel talentierter Agent aller möglicher unvereinbarer Interessen für einen Finanzminister genau als solcher verkleidet hat".

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