Moser: Redimensionierung von Autobahnbau-Bauprojekten sinnvoll

Heftige Kritik an Einsparungen bei Lärmschutz

Wien (OTS) - "Endlich bringt das Diktat der leeren Kassen Vernunft in das Ausbauprogramm der Asfinag. Eine Redimensionierung von Bauprojekten mit entsprechenden Sicherheitsstandards ist längst überfällig und verkehrspolitisch wie volkswirtschaftlich dringend notwendig", stellt die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser, anläßlich der aktuellen Ankündigungen von Asfinag-Bauvorstand Reichhold in 'Die Presse' fest, wo er Einsparungen bei Straßen und Lärmschutz ankündigt. Auch bei der nie finanzierbaren Nord-Autobahn, der S8, der S 10 und der Verkehrslösung im Raum Linz ist eine Redimensionierung im Sinne von rasch zu errichtenden Ortsumfahrungen dringend erforderlich. Außerdem müßte angesichts des seltenen "Fensters der Vernunft" die Lobauautobahn durch andere verkehrspolitisch sinnvollere Lösungen ersetzt werden.

"Mit Gorbachs Abgang dankt hoffentlich auch die verkehrspolitische Großmannssucht endlich ab. Das Geld der AutofahrerInnen muss sinn-und wirkungsvoll in intelligente Lösungen investiert werden und darf nicht in sündteure Beton- und Tunnelbauten versickern, die allein der Bau- und Bankenlobby dienen und zukünftige Generationen in Schuldenbergen versinken lassen!" Moser fordert, dass bei den Regierungsverhandlungen davon Abstand genommen wird, mehr Budgetgeld in Richtung Straßenbau zu lenken. "Der Bau höherrangiger Straßen läßt sich aus Vignetten- und LKW-Mauteinnahmen finanzieren, die Steuerzahler sind nicht die Cash-cow der Baulobby.

Den Plänen der Asfinag zur Reduktion des Lärmschutzes steht Moser kritisch gegenüber. "Lärm, besonders Verkehrslärm ist ein zentrales Gesundheitsproblem. Daß an der Gesundheit gespart werden soll statt bei Milliardenlöchern wie der Lobau-Autobahn, ist nicht einzusehen. Die jährliche Einsparung von 50 Mio Euro macht das Kraut der Autobahnbauer bei Baukosten von bis zu 100 Mio Euro pro Autobahnkilometer auch nicht fett!"

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