Weihnachtsgeschäft 2006 - Lemler: "Just-in-time ist 2006 das Motto des Christkinds"

Einkaufssamstage und 8.12. über Vorjahresniveau, Gesamtumsatz bisher noch darunter - 3. Samstag bislang umsatzstärkster Tag - Gesamt 1 bis 2 % Umsatzplus erwartet

Wien (PWK861) - "Just-in-time ist für immer mehr Christkindln das Motto", kommentiert Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Zwischenbilanz im Weihnachtsgeschäft in Österreich zum Stichtag 19. Dezember. "Bis einschließlich 19. Dezember liegt das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel um 1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die modischen Branchen das Umsatzniveau des Vorjahres noch nicht erreicht haben. Denn trotz deutlicher Verbesserung des Geschäftsgangs ab 11. Dezember haben diese Branchen die - bedingt durch die zu warme Witterung -umsatzschwachen Tage zu Monatsbeginn noch nicht ganz aufgeholt. Das geht aus der aktuellen Trendumfrage bei mehr als 400 Einzelhandelsgeschäften in ganz Österreich hervor", sagte Peter Voithofer, stellvertretender Direktor der mit der Erhebung betrauten KMU FORSCHUNG AUSTRIA bei der Präsentation heute, Donnerstag. Lemler und Voithofer betonten allerdings, "dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausschließlich eine Zwischenbilanz gezogen werden kann, da knapp 40 Prozent des Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel in den verbleibenden Tagen bis Silvester umsatzwirksam werden."

Für das gesamte Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel wird mit einer Steigerung im Ausmaß von 1 bis 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet. "Es ist davon auszugehen, dass die modischen Branchen sowie der Lebensmittelhandel, die bislang unterdurchschnittliche Werte aufweisen, in den kommenden Tagen noch zulegen können, wie dies in den modischen Branchen bereits seit 11. Dezember der Fall ist", sind die Handels-Experten auf Grund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren optimistisch.

Am besten verlief das Weihnachtsgeschäft bislang im Spielwarenhandel sowie im Elektro- und Fotohandel. Die Drogerien und Parfümerien und der Papier- und Buchhandel konnten das Umsatzniveau des Vorjahres in den ersten 19 Tagen im Dezember ebenfalls übertreffen. Unterdurchschnittlich schnitten bisher vor allem die modischen Branchen ab. Auch zu erwähnen sei, so Direktor Voithofer, dass gerade der Schuhhandel und der Sportartikelhandel im Vorjahr Rekordumsätze erzielt haben, die um 9 (Schuhhandel) bzw. 11 Prozent (Sportartikelhandel) über dem Niveau des Jahres 2004 lagen. Der Lebensmittelhandel ist am stärksten von den letzten Einkaufstagen bis zum 24. Dezember abhängig. Da der vierte Einkaufssamstag dieses Jahr auf den 23. Dezember fällt, werden wohl viele Konsumenten ihre Einkäufe für die Feiertage an diesem Tag tätigen."

Und so ist es bisher gelaufen: An den ersten drei Adventsamstagen sowie am 8. Dezember konnten die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler jeweils Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr erzielen, wobei die Zuwächse am zweiten (+5) und am dritten Einkaufssamstag (+4 Prozent) am höchsten ausfielen. Somit hat sich das Weihnachtsgeschäft 2006 wieder sehr stark auf die Samstage konzentriert. Die Umsätze wochentags lagen unter den Vorjahreswerten. "Der Vergleich des Umsatzniveaus der Adventsamstage zeigt die große Bedeutung der letzten Einkaufstage vor Weihnachten. Das Umsatzniveau steigt von Woche zu Woche und lag am dritten bereits um 31 Prozent über dem Niveau des ersten Adventeinkaufssamstags", führte Handelsforscher Voithofer vor der Presse aus. Für den vierten Adventsamstag ist mit einer weiteren Steigerung zu rechnen." Und auch die Ergebnisse einer Konsumentenumfrage der KMU Forschung zeigen, dass die Weihnachtseinkäufe immer kurzfristiger erfolgen. Der Anteil der Österreicherinnen und Österreich, die erst in der zweiten Dezemberhälfte mit dem "X-Mas Shopping" beginnen, ist von 15 Prozent im Jahr 2005 auf 25 Prozent gestiegen.

Die Antworten auf den Fragenkomplex "Wer schenkt wem was?", der heuer erstmals erhoben wurde, ergeben folgendes vorläufige Bild: Die Befragten gaben an, den Großteil des Weihnachtsbudgets erwartungsgemäß für die engere Familie auszugeben. Traditionell werden Kinder unter 18 Jahren am meisten beschenkt (darauf entfallen 26 Prozent des Weihnachtsbudgets). Partnerinnen und Partner finden -im Gesamtdurchschnitt - mit einem Anteil von 19 Prozent der geplanten Weihnachtsausgaben etwas mehr Berücksichtigung als erwachsene "Kinder" (18 Prozent). Von 14 Prozent des Weihnachtsbudgets kaufen die Österreicher/innen Geschenke für ihre Eltern, während ein fast ebenso hoher Anteil für Freunde (13 Prozent) ausgegeben wird. Insbesondere bei erwachsenen Kindern, für Partner/innen und Eltern spielen Bargeld und/oder Gutscheine eine bedeutende Rolle. In der letzten Woche des Jahres zwischen 27. und 30. Dezember werden sicherlich viele Gutscheine und ein Teil des Bargelds in Form des "Nach-Xmas-Shoppings" in den Einzelhandel fließen. Unter den befragten Einzelhändlern gibt es mehr, nämlich 38 Prozent, die für das gesamte Weihnachtsgeschäft 2006, das von 1. bis 31. Dezember geht, Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr erwarten als solche, die Umsatzrückgänge befürchten, ihr Anteil beträgt 35 Prozent. 27 Prozent rechnen mit Erlösen auf Vorjahresniveau. (JR)

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