Grüne Leopoldstadt zu Trialto-Projekt: Keine Privatisierung des Donaukanals

Konsumfreie Erholungs- und Freizeitzone muss erhalten bleiben

Wien (OTS) - Seit rund 15 Jahren liegt ein Masterplan seitens des Architekten Boris Podrecca vor. Die Vision ist ein Donaukanal als Ruhe- und Erholungsoase für die Menschen der Anrainerbezirke. "Davon übrig ist die Idee, an der Umsetzung hapert es. Es fehlt das Geld, und deshalb wird die Stadtplanung zu Erfüllungsgehilfen von Investoren", kritsiert die Planungssprecherin der Grünen Leopoldstadt, Architektin DI Regina Lettner.

Die Entscheidung der Stadt Wien, das Trialto-Projekt weiterzuverfolgen ist letzte Woche gefallen. Die Grünen lehnen das Projekt in seiner jetzigen Form jedoch entschieden ab: Wichtige Themen, wie die Attraktivierung des Schwedenplatzs und das Überwinden der Verkehrsbänder entlang des Kanals, seien nicht gelöst. "Die unter der großflächig geplanten Überplattung liegenden Uferbereiche verkommen zu einer öffentlichen Fläche, zu der kaum noch Tageslicht durchkommt.", betont Lettner.

Natürlich werde ein Investor keine freiraumplanerische Lösung für diese hochwertigen innerstädtischen Flächen andenken, so Lettner. "Wir fordern daher die Stadt Wien auf, sich ihrer Verantwortung den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber bewußt zu werden, und diesen Donauarm als konsumfreie Erholungs- und Freizeitzone zu erhalten. Ein neuerliches Nutzungs- bzw. Gesamtkonzept in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und den angrenzenden Bezirken wäre auf Grund des enormen Investorendrucks sicherlich sinnvoll", hebt die Planungssprecherin der Grünen Leopoldstadt hervor.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat
Erik Helleis
Tel.: (++43-1) 4000 - 81766
Mobil: 0664 52 16 831
mailto: erik.helleis@gruene.at
http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0002