ismed in Wien: Erster europäischer postdoc Lehrgang für interdisziplinäre Schmerzmedizin an der Medizinischen Universität Wien

Wien (OTS) - An der Medizinischen Universität Wien (MUW) wird der erste europäische postgraduelle Universitätslehrgang Interdisziplinäre Schmerzmedizin (ismed) im Herbst 2007 in das Lehrprogramm aufgenommen. Das Studienangebot ist berufsbegleitend auf zwei Jahre angelegt und richtet sich an alle MedizinerInnen mit praktischer Berufserfahrung und bereits absolvierten Fortbildungen in der Schmerztherapie. Das Studium schließt mit dem international anerkannten akademischen Grad Master of Science (MSc) ab.

Algesiologie - Kompetenz der Zukunft

"Algesiologie (der Fachbegriff für Schmerzmedizin) ist die medizinische Kompetenz der Zukunft!" postuliert Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff, Univ.-Klinik für Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin, Medizinische Universität Wien, der Initiator und Lehrgangsleiter von ismed. "Ein Bedarf an Schmerzspezialisten besteht europaweit und wird in den nächsten Jahren auf Grund der Veränderung der Altersstruktur unserer Gesellschaft noch deutlich steigen. Dafür werden wir in Wien die zukünftigen Führungskräfte und Spezialisten ausbilden. Unsere Lehrkräfte sind nationale und internationale Experten auf ihrem Gebiet mit ausgewiesener praktischer Expertise wie z.B. Univ.-Prof. Dr. Marcus Köller, MUW, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Klinische Abteilung für Rheumathologie und Univ.-Doz. Dr. Rudolf Likar, Leiter der Schmerzambulanz im LKH Klagenfurt. Unser Motto lautet: Die besten Köpfe! Das gilt für die Lehrenden und wird auch für die Studierenden gelten."

Ausbau des postgraduellen Weiterbildungsangebots

Ao. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mallinger, der Vizerektor für Lehre an der Medizinischen Universität Wien erläutert die Bedeutung von ismed für die Universität: "Der Ausbau eines attraktiven postgraduellen Weiterbildungsangebotes ist ein wichtiges strategisches Ziel der Medizinischen Universität Wien. Mit dem interdisziplinären Universitätslehrgang ismed werden in wissenschaftlicher und klinischer Hinsicht neue Perspektiven auf das Thema ‚Schmerztherapie’ eröffnet, die wiederum das breite, interdisziplinäre Wirken auf wissenschaftlichem Gebiet der MedUni widerspiegeln. Der Lehrgang ist ein weiterer Schritt der MedUni, für unsere AbsolventInnen zu einem zentralen Partner für Fortbildung und lebenslanges Lernen zu werden. Wir sind stolz darauf, dass die MedUni Wien mit ihrer großen Zahl an ExpertInnen in diesem Bereich eine Vorreiterrolle im deutschsprachigen Raum einnehmen kann."

Schmerzfreiheit als oberstes Lehrziel

Das Ziel von ismed, dem Universitätslehrgang Interdisziplinäre Schmerzmedizin, ist es, die Studierenden in spezieller Schmerzmedizin umfassend und interdisziplinär zu unterrichten und zu hoch qualifizierten schmerztherapeutischen Persönlichkeiten zu entwickeln. "ismed ist mehr als nur ein Kurs zur Schmerztherapie - mehr als ein Vertiefungsstudium der Diagnosen mit chronischen Schmerzen in den diversen Fachgebieten," so beschreibt Gustorff das neue Studium:
"Neben der Vermittlung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Fertigkeiten, legen wir besonders großen Wert auf die Vermittlung der Differentialdiagnosen mit dem Ziel, vertiefte Fertigkeiten zur Diagnostik von komplexen Schmerzsyndromen zu erwerben. Das Studium der diversen Therapieformen aus den verschiedenen Fachgebieten - z.B. neben der Pharmakologie auch Therapien aus der physikalischen Medizin und Techniken aus der Psychotherapie - stehen aus diesem Grund genauso auf dem Lehrplan wie das Training invasiver Behandlungstechniken am anatomischen Präparat und Kommunikationstrainings zur Verbesserung der Arzt-Patienten-Verständigung.

In vier Semestern zum Meister der Schmerzbekämpfung

Praxisnahes und patientenorientiertes Lernen sind methodische Schwerpunkte von ismed, bei dem Präsenzstudium und Selbststudium kombiniert werden. Insgesamt 120 ECTSs (European Credit Transfer System = Standardisiertes Punktesystem zum Vergleich von universitären Lehrveranstaltungen in Europa) als Unterrichtseinheiten sind in 4 Semestern zu absolvieren. Bei je zwei Blocklehrveranstaltungen (je 3-4 Tage) pro Semester ist die Anwesenheit der Studierenden in Wien erforderlich. Die Abschlussarbeit ist in Form einer Masterthesis abzugeben. Das Studium schließt mit dem international anerkannten akademischen Grad Master of Science (MSc) ab. Die Kosten des Studiums betragen 8.400,- Euro inklusive Prüfungsgebühren.

Weitere Informationen über ismed, den neuen Universitätslehrgang für interdisziplinäre Schmerzmedizin, genaue Zulassungsvoraussetzungen und eine Anmeldungsmöglichkeit zum Studium werden unter http://www.meduniwien.ac.at/ismed/ geboten. Das Zulassungsverfahren erfolgt schriftlich anhand der einlangenden Anmeldungen.

Anmeldeschluss ist der 29. Juni 07
Für Anfragen rund um das Studium ist das ismed Service Büro unter der Telefonnummer +43/1/40400/2524 und via E-Mail: ismed@meduniwien.ac.at erreichbar. Die Öffnungszeiten sind: Mo: 10 - 12 Uhr, Di - Do: 15 -17 Uhr, Fr: 10 - 12 Uhr
Weitere Informationen zur Medizinischen Universität Wien unter http://www.meduniwien.ac.at (die Website ist ab 2.1.2007 verfügbar)

Medizinische Universität Wien - Kurzprofil

Seit 1. Jänner 2004 agiert die Medizinische Universität Wien (Vormals Medizinische Fakultät an der Universität Wien, gegründet 1365) in universitärer Autonomie und Selbstverwaltung. Mit über 5.000 Mitarbeitern ist sie die größte Forschungseinrichtung in Österreich -33 Kliniken und Klinische Institute am Wiener Allgemeinen Kran¬kenhaus und 11 medizin-theoretische Zentren unterstreichen die Rolle der Medizinischen Universität Wien im internationalen Umfeld.

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