VP- Anger-Koch: Stadt Wien in der privaten Besuchsbegleitung säumig

Traurige Weihnachten für viele Kinder

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an den Vergabemodi der Mittel für außerschulische Betreuung kommt von VP-Gemeinderätin Ines Anger-Koch, Familiensprecherin der ÖVP Wien:"Weihnachten, das Fest der Liebe, steht vor der Tür und viele Kinder aus geschiedenen Ehen würden gerade in dieser Zeit gerne ihre Väter bzw. den Elternteil sehen, bei dem sie nicht wohnen. Auf Grund unterschiedlichster Problematiken ist das oft nur im Rahmen der Besuchsbegleitung möglich."

Privaten Organisationen, wie etwa dem Wiener Familienbund, die diese Besuchsbegleitung anbieten, werden dafür aber kaum Mittel zur Verfügung gestellt, Jugendämter und betroffene Familien rennen ihnen die Türen ein und müssen abgewiesen werden, weil das notwendige Geld fehlt, übt Anger-Koch in diesem Zusammenhang Kritik.

Private Organisationen gehen leer aus

"Statt sich um die wirklichen Anliegen der Kinder dieser Stadt zu kümmern, subventionieren die Rathausverantwortlichen die Wiener Jugendzentren, mit ihren zum Teil veralteten Strukturen, mit 12 Millionen Euro, die privaten Organisationen hingegen, die durchwegs mit Ehrenamtlichen arbeiten, gehen leer aus", ärgert sich die VP-Gemeinderätin.

Seit auf Bundesebene das Außerstreitgesetz novelliert wurde, werden Besuchskontakte mit Besuchsbegleitern von Gerichten und Jugendämtern immer stärker in Anspruch genommen. Da das öffentliche Angebot bei weitem nicht ausreicht, müssen private Vereine einspringen. Ein Antrag der ÖVP Wien auf höhere finanzielle Unterstützung dieser Organisationen wurde im Juni dieses Jahres abgelehnt, obwohl auch die Volksanwaltschaft massive Kritik an der mangelnden Unterstützung dieser Vereine durch die Stadt Wien geübt hat.

"Gerade jetzt in der Weihnachtszeit ist es besonders schmerzlich wenn Kindern der Kontakt mit einem Elternteil nicht ermöglicht wird. Ich appelliere an die Stadt Wien, diesen Kindern ein besonderes Geschenk zu bereiten und die Mittel der außerschulischen Betreuung in dem Sinn einzusetzen, dass privat angebotene Besuchsbegleitung dem Bedarf entsprechend gefördert wird", betont Anger-Koch abschließend.

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