Kogler: Grasser-Schüssel-Einigung entlarvt ´Hochwasserschmäh´

Entscheidung für 18 Abfangjäger offensichtlich bereits im Jahr davor und gegen die Ausschreibung gefallen

Wien (OTS) - "In der heutigen Sitzung des Eurofighter-Untersuchungsausschusses tauchten zahlreiche Hinweise auf, dass schon bei einem Gipfeltreffen im Jahr 2001 - also ein Jahr vor Typenentscheidung und Hochwasser - auf höchster Ebene zwischen Bundeskanzler, Finanzminister und weiteren Regierungsmitgliedern eine Einigung auf 18 Stück Abfangjäger erfolgte", so Werner Kogler, Fraktionsführer der Grünen im Eurofighter-Untersuchungsausschuss. Treibende Kraft war hier das Finanzministerium und der Finanzminister selbst. "Der Zeuge MR Hillingrathner bestätigt die zahlreichen Akten und Korrespondenzen, in denen der Finanzminister ausdrücklich darauf drängt, dass es ´am Ende 18 Stück sein sollen´. Eine Budgetbegrenzung nach oben war ihm hingegen kein Anliegen. Die Kostenfrage sollte erst beim Zuschlag behandelt werden", so Kogler. Dieses Drängen kam vor allem EADS mit dem Eurofighter zugute, der erwartungsgemäß den bei weitem höchsten Stückpreis aufweisen musste. "Und das deckt sich mit der wahren Grundhaltung Grassers: Geld spielt keine Rolle, Hauptsache die Eurofighter kommen ins Spiel. Der letzte Lack von Grassers Sparefroh-Image ist ab und ein Eurofighter-Lobbyist kommt zum Vorschein", so Kogler.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0006