Josef Staudinger: Reallohnverluste - Rechnungshof bestätigt Einkommensanalyse der AKNÖ

Wien (AKNÖ) - Seit Jahren macht die Niederösterreichische Arbeiterkammer in ihren regelmäßig erscheinenden Einkommensanalysen auf die stagnierenden Realeinkommen aufmerksam. AKNÖ-Präsident Josef Staudinger: "Unsere Analysen wurden jetzt durch den Rechnungshof bestätigt." So betrug das Medianeinkommen laut AKNÖ in Niederösterreich im Jahr 2005 1.668 Euro.

Im Unterschied zum Rechnungshof nimmt die AKNÖ die in Niederösterreich erzielten Einkommen als Grundlage. Der Rechnungshof orientiert sich am Wohnsitzprinzip, er rechnet also auch die Einkommen ein, die beispielsweise von NiederösterreicherInnen in Wien erarbeitet werden.

"Damit erklärt sich", so Präsident Staudinger, "dass Niederösterreich im Einkommensbericht des Rechnungshofes besser abschneidet". In der AKNÖ-Analyse findet sich Niederösterreich gemeinsam mit Salzburg an 5. Stelle im Bundesländervergleich. Das zeigt, wie unterschiedlich hoch die Einkommenschancen an Arbeitsplätzen in Niederösterreich und in Wien sind. Staudinger: "In Niederösterreich selbst herrscht in vielen Regionen - zum Beispiel im Weinviertel - noch großer Aufholbedarf an qualifizierten und daher gut bezahlten Arbeitsplätzen." Zehntausende NiederösterreicherInnen müssen besser bezahlten Arbeitsplätzen nachpendeln. Aus dieser hohen Mobilität der niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen ergibt sich auch das bessere Abschneiden im Rechnungshof-Bericht: Die Pendler bringen hohe Einkommen aus Wien nach Niederösterreich.
Solange die NiederösterreicherInnen gezwungen sind, für höhere Einkommen beziehungsweise der Qualifikation entsprechende Arbeitsplätze weite Arbeitswege in Kauf zu nehmen, muss sich das auch in einer besseren Pendlerförderung und im weiteren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs niederschlagen, fordert die AKNÖ.

Die AKNÖ-Einkommensanalyse 2005 ist unter noe.arbeiterkammer.at zum Download bereitgestellt.

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