Kreativwirtschaft bekommt neuen Vorsitz

"Kreativität als Standortfaktor wird stark unterschätzt"

Wien (PWK858) - Zu einer personellen und inhaltlichen
Neuausrichtung kommt es in einem der am stärksten wachsenden Wirtschaftsbereiche, der Kreativwirtschaft: Die Arbeitsgemeinschaft (arge) creativ wirtschaft austria wird künftig von Gertraud Leimüller (38), Geschäftsführende Gesellschafterin des Innovationsberatungsinstituts winnovation und Autorin des Innovationsbuchs "Mach was G´scheits", geführt.

Die Generalversammlung der in der Wirtschaftskammer Österreich (Stabsabteilung Wirtschaftspolitik) angesiedelten Plattform wählte Leimüller am Dienstag einstimmig zur neuen Vorsitzenden. Ihre Stellvertreter sind Roland Alton-Scheidl (42), Forschungs- und Entwicklungsberater der Fachhochschule Vorarlberg sowie Betreiber der ersten europäischen Open Source Genossenschaft und Stephan Dorfmeister (38), Label Manager der Musikfirma G-Stone Recordings, Unternehmensberater und Projektentwickler.

Jedes zehnte österreichische Unternehmen - oder rund 30.000 Unternehmen - fallen in den Bereich Kreativwirtschaft. Das ergab der heuer veröffentlichte "Zweite Österreichische Kreativwirtschaftsbericht".
"Kreativität und Innovation sind die wichtigsten Standortfaktoren für die Zukunft. Dennoch wird ihre Bedeutung noch stark unterschätzt", sagte die neue Vorsitzende Leimüller. Die Rahmenbedingungen für Unternehmen, die sich durch Kreativität von der Konkurrenz abzuheben versuchten, seien vielfach schwierig und ihre Bedürfnisse würden erst langsam von der Wirtschaftspolitik verstanden. Eine Aufgabe der arge creativ wirtschaft austria werde deshalb sein, ihnen eine laute, parteipolitisch unabhängige und bundesweit hörbare Stimme zu geben, erklärte Leimüller, die bis Frühjahr 2006 Wirtschaftsjournalistin bei den Salzburger Nachrichten gewesen war.
Ein weiteres Kernthema sei die Professionalisierung der Betriebe:
"Die Schubladen vieler Unternehmen sind gefüllt mit hervorragenden Ideen und Prototypen. Bei vielen scheitert es jedoch an der wirtschaftlichen Umsetzung. Hier müssen wir neue Instrumente für die Unterstützung entwickeln."
Eine der Möglichkeiten für eine Stärkung sei die Bildung von Leistungsnetzwerken aus jeweils mehreren Betrieben, erklärte Roland Alton-Scheidl. Er hat Mitte der 90er Jahre das Medienlabor Public Voice sowie später das Kompetenznetzwerk Medienentwicklung (www.media.coop) geschaffen.
Auch der verstärkte Transport von Leistungen der Kreativbranche ins Ausland ist Kernthema des neuen Vorsitzes. Besonders viel Erfahrung bringt hier Stephan Dorfmeister ein. Er ist neben seiner neuen Stellvertreter-Funktion in der arge creativ wirtschaft austria auch Obmann des neuen Austria Music Ambassador Networks (AMAN) sowie am digitalen Musikvertrieb Soulseduction Digital Distribution beteiligt. (RH)

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